Take-Maracke-Preis 2018

05 Mär 2018

Bei der 12. Verleihung des Take-Maracke-Preises wurden herausragende Seminararbeiten von fortgeschrittenen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften prämiert.

Nur auf Einladung

Am Montag, dem 05. März 2018 fand im Institut für Weltwirtschaft die diesjährige Verleihung des Take-Maracke-Preises statt. Mit diesem Preis werden eine oder mehrere herausragende Seminararbeiten von fortgeschrittenen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften prämiert. Der Take-Maracke-Preis wurde in diesem Jahr zum zwölften Mal verliehen.

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung betonte der Kieler Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer die hohe Aktualität der diesjährigen studentischen Beiträge. Digitalisierung bzw. das Internet als bestimmende Themen sind auch für die Landeshauptstadt sehr wichtig.

Beispielhaft kann hierfür die prämierte Arbeit aus dem Seminar von Prof. Dr. Ulrich Schmidt „Risiko und Unsicherheit“ angeführt werden; Bartosz Wac gewann mit seiner Arbeit zum Thema Happiness, Social Comparision and the Role of Facebook einen 2. Preis. Im Zentrum der Arbeit steht die anhand von Studien belegte These, dass Facebook-Nutzer aufgrund stetiger persönlicher Vergleiche dazu neigen, sich unglücklich zu fühlen.

Ebenfalls ein 2. Platz wurde an David Pipke für seine Arbeit „Overconfidence in adolescents“ vergeben, in der er Daten aus einer umfangreichen Schülerbefragung auswertete. Ein gewisser Anteil von Jungen neigt im Gegensatz zu gleichaltrigen Mädchen dazu, sich etwas zu überschätzen. Selbstüberschätzung kann zu fatalen Fehlern führen (Bsp. Broker, Militärführer), andererseits ist ein „gutes Selbstbewußtsein“ beruflich durchaus hilfreich.

Den 1. Preis erhielt Johanna Schnier für ihre im Vortrag souverän präsentierte Arbeit „The rise in innovator´s age at peak productivity: reasons and policy implications“ aus dem Seminar von Dr. Dirk Dohse „Innovation Economics“. Dabei erklärte sie die Feststellung, dass das Durchschnittsalter von Nobelpreisträgern für den Zeitpunkt der Arbeiten, welche als nobelpreiswürdig gewertet wurden, seit ca. 1920 um ca. 9 Jahre gestiegen war mit einer zunehmenden Komplexität der Wissenschaften, im Bereich der Naturwissenschaften mit dem wachsenden Umfang der Forschungsapparaturen: Hingegen sei eine gestiegene Ausbildungsdauer keine plausible Erklärung, weil im langfristigen Trend seit ca 1990 sich die durchschnittliche Ausbildungdauer wieder verkürze.

Die Zuhörer konnten sich bei den Vorträgen, so der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Prof Dennis Snower in seiner Laudatio für die Preisträger, von dem hohen Niveau der Arbeiten, aber auch von der praktischen Relevanz der erarbeiteten Themen überzeugen.

Die Kanzlei Take-Maracke hat mit dem von ihr gestifteten Preis eine nunmehr 12 Jahre bestehende Institution begründet, die ihren festen Platz im Kieler Wissenschaftsbetrieb habe, betonte abschließend Oberbürgermeister Kämpfer.


Kontakt

Bernhard Klein
Geschäftsführer des Wirtschaftswissenschaftlichen Clubs
E-Mail verschleiert. Bitte Javascript aktivieren.