Kurzbericht

Zur Entwicklung des privaten Konsums in den USA

Autor

  • Klaus-Jürgen Gern
Erscheinungsdatum

Maßgeblich dafür, dass die US-Konjunktur bis zuletzt weiter expandierte, war ein robuster privater Konsum. Im ersten Quartal 2023 gewann er sogar noch einmal deutlich an Schwung und erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Prozent, nach durchschnittlich rund 0,5 Prozent in den Quartalen zuvor. Dies war zwar wohl vor allem auf einen Einmaleffekt zurückzuführen, da die verfügbaren Einkommen aufgrund von Einkommensteuersenkungen zu Jahresbeginn sehr deutlich stiegen. Geringere Abgaben waren für 1,5 Prozentpunkte des im Januar verzeichneten Anstiegs der verfügbaren Einkommen von 2,2 Prozent verantwortlich. Nach wie vor wirken aber auch noch Faktoren, die den Konsum seit längerer Zeit stützen. Zum einen begünstigte der robuste amerikanische Arbeitsmarkt die Arbeitseinkommen, zum anderen ermöglichte es der Rückgriff auf die in der Pandemie akkumulierten Extra-Ersparnisse vielen Konsumenten trotz der hohen Inflation, ihre Ausgaben aufrechtzuerhalten. Die Aussichten für die weitere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen sind wesentlich für den Ausblick für den privaten Konsum.

Experte IfW Kiel

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