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18.11.2017
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Wirtschaftspolitik
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Studien zur aktuellen wirtschaftspolitischen Fragestellungen aus dem Bereich Schwerpunktanalysen mehr ...

Kiel Policy Brief

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Die Kiel Policy Briefs geben der Öffentlichkeit einen raschen und fundierten Zugang zu aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik. mehr...

Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik

 

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Die Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik sind umfangreiche Studien zu ausgewählten wirtschaftspolitischen Fragestellungen.

Subventionsberichte

Kieler Subventionsberichte Deckblatt

Die Kieler Subventionsberichte erfassen und bewerten die in Deutschland bestehenden staatlichen Subventionen.

 
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Griechenland-Krise

Schrader, K., C.-F. Laaser und D. Benček (2017)
Kiel Policy Brief 103
Schwer zu retten: Griechenland im Krisenmodus
Griechenland befindet sich jetzt seit fast acht Jahren im Krisenmodus und die erhoffte „Rettung“ des Landes lässt immer noch auf sich warten. Die Kieler Forscher Klaus Schrader, Claus-Friedrich Laaser und David Benček beleuchten in ihrem Kiel Policy Brief 103 die Aussichten Griechenlands,  die Krise bis zum Ende des dritten Rettungsprogramms im Jahr 2018 hinter sich zu lassen. Sie zeigen, dass in anderen EU Krisenländern die Programme wesentlich erfolgreicher als in Griechenland verliefen, wo die fehlende Identifikation mit dem Reformprozess zu Stillstand und Verzögerungen geführt hat. Enttäuschte Wachstumserwartungen und ein verschleppter Strukturwandel, der keine Rückkehr zu altem Wohlstand verspricht, waren bislang die Folge. Die Autoren sehen einen erfolgreichen Abschluss des dritten Rettungsprogramms als große Chance für Griechenland an und betonen zugleich, dass für den erfolgreichen Abschluss eines Rettungsprogramms auf griechischer Seite „Ownership“ erforderlich ist.

Schrader, K., D. Benček und C.-F. Laaser (2016)
Requirements for a new Business Model in Greece
Petrakis, P. (Ed.), A New Growth Model for the Greek Economy: Requirements for Long-Term Sustainability. Palgrave Macmillan, New York
Die Autoren Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser untersuchen in ihrem Beitrag das gegenwärtige  griechische Geschäftsmodell auf seine Schwächen und evaluieren die Tragfähigkeit der griechischen Schuldenlast. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der Reformprozess eine notwendige Bedingung für Strukturwandel und wirtschaftliche Erholung in Griechenland sind. Die Vollendung der Reformen und die Förderung privater Investitionen würden die Erneuerung der griechischen Wirtschaft entscheidend beschleunigen. Zur Bewältigung der Schuldenkrise erscheint den Autoren ein Schuldenschnitt bzw. eine zeitliche Streckung des Schuldenabbaus unvermeidlich, um die Staatsschuld wieder tragfähig zu machen und den „Bail out-Prozess“ endgültig zu beenden. Die Autoren empfehlen, die Rettungshilfen im Gegenzug einzustellen und Griechenland wieder die Rechte und Pflichten eines normalen Mitglieds der EU und der Eurozone einzuräumen. Das Land würde dann  vollen Zugang zu den bestehenden Stabilisierungsmechanismen haben, aber gleichzeitig die Regeln des Stabilitätspakts und der europäischen Politikkoordination befolgen müssen.

Schrader, K., D. Benček und C.-F. Laaser (2016)
Saving Greece once again: Have we Reached the Root of the Crisis?
Vierteljahreshefte zur Wirtschaftsforschung Vol. 84, Nr.3
Die IfW-Forscher Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich-Laaser analysieren die wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland vor dem Hintergrund des dritten Rettungsprogramms. Sie zeigen, dass es Griechenland bisher weder gelungen ist, seine Strukturschwächen zu überwinden noch wachstumsstarke Exportindustrien zu entwickeln. Griechenlands Produktionsstrukturen spiegeln nach wie vor ein niedriges Niveau industrieller Entwicklung wider, seine Dienstleistungswirtschaft weist ein im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten nur unterdurchschnittliches Wachstum auf. Die Analyse zeigt ferner, dass ohne ausreichendes Wachstum die griechische Staatsschuld auf Dauer nicht tragbar sein wird. Nach Ansicht der Autoren kann eine Verringerung der Schuldenlast durch einen Schuldenschnitt oder eine Verlängerung der Laufzeiten jedoch nur eine ergänzende Maßnahme zu angebotsorientierten Strukturreformen sein. Die Reformagenda vom August 2015 sehen sie als geeignet an, auch wenn der Reformkatalog ein Déjà vu-Gefühl auslöst und ernsthafte Zweifel aufkommen lässt, dass griechische Politik und Verwaltung willens und in der Lage sind, ohne Hilfe und Druck von außen die einzelnen Reformen tatsächlich umzusetzen.

Schrader, K., D. Benček und C.-F. Laaser (2016)
Griechenlands erneute Rettung: endlich erfolgreich?
Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung Vol. 84, Nr. 4
Im Jahr 2010 lieferte das erste wirtschaftliche Anpassungsprogramm eine Blaupause für die wirtschaftliche Erholung Griechenlands und zeigte einen gangbaren Weg aus der Krise. Die Kieler Forscher Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser stellen dar, dass es Griechenland im Verlauf der Reformen bis heute nicht gelungen ist, seine Strukturschwächen zu überwinden und die Basis für ein exportgeleitetes Wachstum zu schaffen. Sie zeigen, dass Griechenlands sektorale Strukturen nach wie vor ein geringes Maß an industrieller Entwicklung aufweisen und der Dienstleistungssektor im EU-Vergleich unterdurchschnittlich leistungsfähig ist. Die griechische Exportstruktur ähnelt aufgrund der Konzentration auf Rohstoffe und arbeitsintensive Güter den Spezialisierungsmustern von Niedriglohnländern. Die Analyse ergibt ferner, dass ohne signifikantes Wachstum die Tragfähigkeit der griechischen Schulden weiterhin nicht gegeben sein wird. Ein Schuldenschnitt oder eine Streckung der Schuldenlast können jedoch nur eine Ergänzung zu angebotsorientierten Reformen sein. Da Griechenlands Staatsverwaltung selbst reformbedürftig ist, schlagen die Autoren ein umfangreiches Outsourcing von Reformprojekten vor, um mit Hilfe eines weit gestreuten externen Sachverstands die Vorgaben des Memorandum of Understanding vom August 2015 erfüllen zu können.

Boysen-Hogrefe, J., S. Fiedler, K.-J. Gern, D. Groll, P. Hauber, N. Jannsen, S. Kooths, R. Langhammer, M. Plödt, G. Potjagailo, U. Stolzenburg und M. Wolters (2015)
Zwischen GREMAIN und GREXIT: Euroraum in der Bewährungskrise
Kiel Policy Brief 90
Der Schlüssel für nachhaltigen Wohlstand in Griechenland liegt im Aufbau von Institutionen, die das unternehmerische Handeln befördern und Anreize für die Teilhabe der Bevölkerung am Wirtschaftsleben setzen. Wenn diese zentralen Voraussetzungen für Wohlstand und Wachstum nicht geschaffen werden, werden auch alle anderen Maßnahmen keine nachhaltige Besserung für die griechische Bevölkerung bringen können. Die Unterschiede zwischen den wirtschaftspolitischen Grundüberzeugungen der Gläubiger und der amtierenden griechischen Regierung sind unüberbrückbar, neue Reformprogramme würden aller Erfahrung nach an mangelnder Umsetzungsbereitschaft (Ownership) scheitern. Der Euroraum kann sich mit Bordmitteln vor dem nationalen Missbrauch der Notenpresse in Griechenland schützen und so das Gemeinschaftsinteresse an einer regelgebundenen Währung wahren. Ein Austritt Griechenlands ist auch im Falle eines Staatsbankrots nicht erforderlich. Bei einem Verbleib im Euroraum (GREMAIN) würde sich Griechenland dem wohl härtesten monetären Regime aussetzen. Eine ungeordnete Rückkehr zur Drachme (GREXIT) wäre jedoch ein riskantes Experiment, welches Bereits an der Umsetzung scheitern könnte.

Boysen-Hogrefe, J. und U. Stolzenburg (2015)
Rettungsprogramme und „Ownership“ – Irland,Portugal und Griechenland im Vergleich
Wirtschaftsdienst 95 (8)
Die Krise in Griechenland scheint kein Ende zu nehmen, während die Anpassungsprogramme in Portugal und insbesondere in Irland fristgerecht beendet wurden. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Ländern, der mit dafür verantwortlich sein könnte, ist das Maß an „Ownership“ – also das Maß an Bereitschaft von Politik und Bevölkerung, die Reformschritte mitzutragen. Es ist in Griechenland kaum vorhanden. Zu diesem Schluss kommen Ökonomen des IfW in einer Studie für den Wirtschaftsdienst.

Fiedler, S. und S. Kooths (2015)
Griechenland – zwischen Insolvenz und Schuldenerlass
Wirtschaftsdienst 95 (4)
Unter gängigen Annahmen schrumpft der Barwert der von den Europartnern an Griechenland gewährten Kredite auf weniger als die Hälfte des nominalen Kreditbetrages zusammen. Zu diesem Schluss kommen Ökonomen des IfW in einer aktuellen Studie. Durch die Schuldenerleichterungen für Griechenland in Form niedriger Zinsen und langer Laufzeiten findet der Schuldenerlass, über den in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird, also längst statt, so die Forscher.

Schrader, K. (2015)
Austeritätspolitik in der Europäischen Währungsunion: Bilanz und Perspektiven
Wirtschaftsdienst 95 (4)
►Die Rettungsprogramme der Eurogruppe und des Internationalen Währungsfonds konnten in der Mehrzahl der Euro-Krisenländer zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation beitragen. Irland, Portugal und Spanien konnten die Talsohle der Krise zumindest durchschreiten und die Hilfsprogramme wieder verlassen. Diese positive Entwicklung ist nicht nur auf die Sparvorgaben im Rahmen dieser Programme zurückzuführen, sondern auch auf die geforderten Strukturreformen, die für die notwendigen wirtschaftlichen Impulse sorgten, wie der Autor Klaus Schrader hervorhebt. Nur in Griechenland kann diese Rettungspolitik nicht greifen, da es am politischen Willen und einer funktionierenden Staatsverwaltung fehlt, grundlegende Reformen des wirtschaftlichen Ordnungsrahmens umzusetzen.

Schrader, K., D. Benček und C.-F. Laaser (2015)
Die griechische Tragödie: Neue Episode oder Exodus?
Kiel Policy Brief 89
In ihrem neuen Kiel Policy Brief 89 analysieren die IfW-Forscher Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser die problematische Wirtschaftslage und den Reformstau im krisengeschüttelten Griechenland. Sie zeigen, dass Griechenlands Schuldenberg weiterhin nicht tragbar ist und skizzieren Lösungen für die Bewältigung der Schuldenkrise. Die Autoren betonen, dass Strukturreformen für Griechenland unter allen Bedingungen unverzichtbar sind und von den Gläubigern tatkräftig unterstützt werden sollten. Die dauerhaften Regelverletzungen durch die griechische Politik sollten hingegen nicht länger toleriert werden, um die Funktionsfähigkeit von Eurozone und EU nicht zu gefährden. Sie warnen vor einer Rettung Griechenlands ohne belastbare Reformauflagen, die auf einen Transfermechanismus hinauslaufen würde. Dies wäre die eigentliche Ansteckungsgefahr für andere EU-Krisenländer, die sich nach schmerzhaften Reformen und Sparmaßnahmen wieder auf einem Wachstumspfad befinden.

Schrader, K., D. Benček und C.-F. Laaser (2015)
Greece: How to Take a Turn for the Better
Kiel Policy Brief 83
Vor dem Hintergrund der griechischen Parlamentswahlen vom Januar 2015 stellen die IfW-Forscher Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser in ihrem Kiel Policy Brief 83 die Frage, ob sich die wirtschaftliche Lage in Griechenland inzwischen gebessert hat. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass es nur wenige Anzeichen für eine Wende zum Bessern gibt. Griechenland hat nach wie vor kein sich selbst tragendes neues Geschäftsmodell entwickelt, das langfristig für ein angemessenes Wirtschaftswachstum sorgen könnte. Der Reformprozess bedürfte einer Professionalisierung durch eine verstärkte Nutzung externen Sachverstands. Nach Meinung der Autoren ist ein letzter, stark konditionierter Schuldenschnitt notwendig, um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands herzustellen und den Bailout-Prozess abschließen zu können.

Schrader K., D. Benček und C.-F. Laaser (2013)
Greece: Back on Track?
Kiel Policy Brief 68
In ihrem Kiel Policy Brief 68 beantworten die IfW-Forscher Klaus Schrader, David Benček und Claus-Friedrich Laaser die Frage, ob in Griechenland die schlimmste Krise überwunden ist und die Regierung beim Sparen und Reformieren „geliefert“ hat. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Lage in Griechenland weniger hoffnungsfroh stimmt als das Bild, das der Öffentlichkeit noch zur Jahreswende 2012/2013 von der griechischen und europäischen Politik vermittelt wurde. Sie stellen fest, dass Griechenland immer noch kein sich selbst tragendes neues Geschäftsmodell entwickelt hat, das für ein angemessenes Wirtschaftswachstum sorgen könnte. Der Reformprozess verläuft aufgrund politischer Widerstände und einer überforderten Staatsverwaltung zu langsam und bedarf daher einer Professionalisierung durch eine verstärkte Nutzung externen Sachverstands. Nach Meinung der Autoren ist ein letzter, stark konditionierter Schuldenschnitt notwendig, um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands herzustellen und den Bailout-Prozess abschließen zu können.

Schrader, K., D. Benček und C.-F. Laaser (2013)
Alles wieder gut in Griechenland?
Kieler Diskussionsbeiträge 522/523
Die IfW-Ökonomen Klaus Schrader, David Bencek und Claus-Friedrich Laaser gehen der Frage nach, ob das von der Politik in letzter Zeit vermittelte Bild eines wirtschaftlich genesenden Griechenlands, das auch bei den Reformen „geliefert“ hätte, der Realität entspricht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die wirtschaftliche Entwicklung nur wenig Anlass zur Hoffnung gibt und viele Reformbaustellen noch nicht abgearbeitet wurden. In Griechenland fehlt aufgrund des über Jahrzehnte verschleppten Strukturwandels nach wie vor ein neues, tragfähiges Geschäftsmodell, das den Niedergang des Landes beenden könnte. Sie empfehlen, dass der Reformdruck auf das Land uneingeschränkt aufrecht erhalten und der Reformprozess professionalisiert werden sollte. Die Autoren sehen einen weiteren, stark konditionierten Schuldenschnitt als unvermeidbar an, sie lehnen aber eine Dauerrettung, die zu einem dauerhaften Transfermechanismus führen könnte, ab.

Snower, D., J. Boysen-Hogrefe, K. Gern, H. Klodt, S. Kooths, C.-F.Laaser, B. Roye, J. Scheide und K. Schrader (2013)
Kieler Krisen-Kompass: Ein Gesamtpaket zur Überwindung der Krise im Euroraum
Kiel Policy Brief 58
Um die Krise im Euroraum zu lösen, müssen sowohl die Weichen für eine dauerhaft funktionsfähige Wirtschaftsordnung im Euroraum gestellt werden als auch den Krisenländern die nötigen Spielräume für die Bewältigung ihrer akuten Probleme verschafft werden. Die Richtung eines solchen Programms, das als wirtschaftspolitische Brücke zwischen kurzer und langer Frist gelten kann, gibt der Kieler-Krisen-Kompass vor, der als Kiel Policy Brief 58 veröffentlicht wurde.

Klodt, H. (2012)
Griechenland: Schuldenrückkauf für noch mehr Schulden
Leitartikel. Wirtschaftsdienst 92
Der Schuldenrückkauf der griechischen Regierung vom Dezember 2012 hat nichts dazu beigetragen, die griechische Staatsschuldenkrise zu lösen. Er hat vielmehr den Boden dafür geebnet, weitere Schulden anzuhäufen. Profiteure des Schuldenrückkaufs waren in erster Linie Hedgefonds, die in den Monaten zuvor am Sekundärmarkt griechische Staatsschuldtitel zu niedrigen Preisen aufgekauft hatten.

Schrader, K., und C.-F. Laaser (2012)
Will Portugal Turn into a Second Greece?
Kiel Policy Brief 42
Aufgrund seiner tiefen Wirtschaftskrise wird Portugal fast schon als ein zweites Griechenland angesehen. Die Kieler Ökonomen Klaus Schrader und Claus-Friedrich Laaser gehen in ihrer Analyse der Frage nach, ob Portugal wirklich als ein zweites Griechenland anzusehen ist. Dabei ziehen sie einen Vergleich zwischen den realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Portugal und Griechenland und führen aus, mit welchen Reformen Portugal seine Krise in den Griff bekommen kann.

Schrader, K., und C.-F. Laaser (2012)
Die Krise in Südeuropa oder die Angst vor dem Dominoeffekt. Griechenland, Portugal und Spanien im Krisentest
Kieler Diskussionsbeitrag 500/501
Eine Staatspleite Griechenlands wird nicht länger ausgeschlossen, Länder wie Portugal oder Spanien werden als Krisenkandidaten genannt, die wie Dominosteine als nächste umfallen könnten. Dieser Dominotheorie widersprechen die beiden IfW-Ökonomen Klaus Schrader und Claus-Friedrich Laaser in ihrem Kieler Diskussionsbeitrag, in dem sie die drei Länder einem realwirtschaftlichen Krisentest unterziehen.

Benček, D., und H. Klodt (2011)
Fünf Prozent sind (zu) viel
Wirtschaftsdienst 2011 (9)
Griechenland ist gerettet – zumindest vorerst. Nach den Beschlüssen des Euro-Sondergipfels vom 21. Juli 2011 stehen dem Land zusätzliche Finanzmittel von über 100 Mrd. Euro zur Verfügung, die es erlauben, die aktuellen Löcher bei der Refinanzierung der Staatsschulden zu stopfen. Doch ist der Staatsbankrott damit wirklich verhindert? Die Autoren beantworten diese Frage mit nein. Dafür analysieren sie die Entwicklung der griechischen Staatsfinanzen mit dem Konzept des fiskalischen Primärüberschusses und wenden es auch auf die anderen Euroländer an, die derzeit mit Schuldenkrisen zu kämpfen haben.

Boysen-Hogrefe, J., (2011)
Für einen Schuldenschnitt und gegen den Rettungsschirm? Argumente auf den Prüfstand
Kiel Policy Brief 29
Die aktuellen Regelungen des Rettungsschirms im Euroraum werden häufig wegen ihrer Anreizwirkungen kritisiert. Es zeigt sich aber, dass trotz des Rettungsschirms eine Diversifikation bei den Staatsanleihen vorhanden ist und somit der Rettungsschirm nicht zu einer Nivellierung der Risikounterschiede führt. Folglich dürften die negativen Anreizwirkungen des Rettungsschirms deutlich kleiner sein als häufig behauptet.

Baumgarten, M., und H. Klodt (2010)
Greece and Beyond: The Debt Mechanics of the Euro
Aussenwirtschaft  65 (4)
In ihrem Beitrag stellen die Autoren Martin Baumgarten und Henning Klodt dar, wie für die sogenannten PIGS-Länder der Beitritt zur Euro-Zone zu sinkenden Zinsen und steigenden Preise führte, so dass die Realzinsen drastisch fielen und im Extremfall sogar negativ wurden. Das gab starke Anreize zum Schuldenmachen, und zwar sowohl für die öffentliche Hand als auch für die privaten Haushalte. Die „Schuldenmechanik“ fand ein Ende, als die internationalen Finanzinvestoren nicht mehr blind darauf vertrauten, dass die steigenden Schulden tatsächlich zurückgezahlt würden. Soweit die betroffenen Länder die Schulden nicht für eine Stärkung ihres Produktionspotentials, sondern für konsumtive Zwecke nutzten, gerieten sie aus der Schuldenmechanik in eine Schuldenfalle.

Baumgarten, M., und H. Klodt (2010)
Die Schuldenmechanik einer nicht-optimalen Währungsunion
Wirtschaftsdienst 90 (6)
Durch eine „Schuldenmechanik“ in der Währungsunion hat sich die Neuverschuldung Griechenlands und einiger anderer Länder der Euro-Zone im vergangenen Jahrzehnt fast zwangsläufig erhöht. Eine Fehleinschätzung dieser Mechanik und eine kurzfristige Klientelpolitik haben diese Staaten in der Folge in eine „Schuldenfalle“ geführt. Sie äußert sich in kontinuierlich steigenden Staatsschulden und nachlassender internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Dies ist das Kernergebnis einer Studie der IfW-Experten Matthias Baumgarten und Henning Klodt.

Boysen-Hogrefe, J. (2010)
Ist Griechenland noch zu retten? Und der Euro?
Kiel Policy Brief 19
Der IfW-Konjunkturexperte Jens Boysen-Hogrefe stellt dar, dass Griechenland und der Euro noch zu retten sind. Die Ausgestaltung des Rettungs- und Sparprogramms für Griechenland ist allerdings ist in mehreren Punkten nachbesserungsbedürftig.

Schrader, K., und C.-F. Laaser (2010)
Den Anschluss nie gefunden: Die Ursachen der griechischen Tragödie
Wirtschaftsdienst 90 (8)
Die Eurogruppe hat Griechenland mit dem Argument vor dem Staatsbankrott gerettet, dieser sei durch die Wirtschafts- und Finanzkrise ausgelöst und damit kurzfristig und vorübergehend. Die Autoren zeigen demgegenüber in ihrem Beitrag, dass Griechenland schon seit langem über seine Verhältnisse lebt. Sie machen Vorschläge, wie das Land aus eigener Kraft die Krise überwinden kann.

Bereich

Klaus_Schrader

Dr. Klaus Schrader
Leiter
klaus.schrader@ifw-kiel.de


Team
Dr. Klaus Schrader
(Leiter)
Margitta Führmann
Dr. Claus-Friedrich Laaser
Dr. Astrid Rosenschon


Zu den Aufgaben des Bereichs „Schwerpunktanalysen“ gehören  die Anfertigung wirtschaftspolitischer Analysen, die Subventionsberichterstattung sowie die Herausgabe der IfW-Publikationsreihen „Kiel Policy Brief“ und „Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik“.

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