Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge
19.09.2017
>> Wirtschaftspolitik >> Zentrum Wirtschaftspolitik  
Wirtschaftspolitik
Schuldenbarometer

Schuldenbarometer_Bild
Das  IfW-Schuldenbarometer zeigt an, in welchen EU-Ländern die Staatsverschuldung langfristig tragfähig ist und in welchen nicht.  mehr...

Kiel Policy Brief

KPB_Deckblatt

Die Kiel Policy Briefs geben der Öffentlichkeit einen raschen und fundierten Zugang zu den wirtschaftspolitischen Positionen des Instituts für Weltwirtschaft zu aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik. mehr...

Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik

 

kieler_beitraege_deckblatt

 
Artikelaktionen

Zentrum Wirtschaftspolitik

Italien: Krisenkandidat im Wartestand?

fragezeichen
Vor dem Hintergrund der weit verbreiteten Befürchtung, dass sich Italien zu einem zweiten Griechenland entwickeln und einen Dominoeffekt auslösen könnte, analysieren die Autoren Klaus Schrader und Marta Ulivelli in ihrem Kiel Policy Brief 107 die wirtschaftliche Lage Italiens mit einem Schwerpunkt auf den Entwicklungen am italienischen Arbeitsmarkt. Es zeigt sich, dass Italien zwar in einer besseren Verfassung als Griechenland ist, aber gegenüber der Mehrheit der EU-Länder an Boden verliert. In der Arbeitsmarktentwicklung spiegelt sich die schwelende Krise Italiens wider: Massenarbeitslosigkeit, schlechte Jobaussichten für Jugendliche, eine geringe Erwerbsbeteiligung und ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit prägen das Bild. Die weitreichenden Arbeitsmarktreformen, die nach der Wirtschafts- und Finanzkrise von verschiedenen Regierungen angestoßen wurden, gehen nach Einschätzung der Autoren in die richtige Richtung.  Mit der Steigerung der Arbeitsmobilität, der Erhöhung von Arbeitsanreizen und mit einer verbesserten Arbeitsmarktintegration von Arbeitslosen, Jugendlichen und Frauen setzen die Reformen an den entscheidenden Schwächen an. Allerdings ist der Reformprozess aufgrund politischer und gesellschaftlicher Widerstände immer noch nicht abgeschlossen. Weitere Verzögerungen, auch bei anderen unverzichtbaren Strukturreformen, werden jedoch den notwendigen Strukturwandel ausbremsen und damit auch die Aussichten auf das Wirtschaftswachstum verschlechtern, das für die Tragfähigkeit des enormen italienischen Schuldenbergs benötigt wird. mehr …


Ostseehandel im Zeitalter der Globalisierung

ContainerschiffVor dem Hintergrund des 100. Jahrestags der Staatsgründung Finnlands untersuchen  die Kieler Ökonomen Claus-Friedrich Laaser und Klaus Schrader in ihrem Beitrag für den Festband "The economic state of the Baltic Sea region" (herausgegeben von Kari Liuhto, Centrum Balticum in Turku) die Handelsverflechtungen im Ostseeraum. Die Autoren analysieren den Ostseehandel unter Berücksichtigung zweier aktueller Herausforderungen: Die gestörten Handelsbeziehungen zu Russland im Zuge der Ukraine-Krise und die Folgen des Brexit für den Handel der EU-Staaten. Aus der Analyse regionaler und sektoraler Handelsverflechtungen ziehen die Forscher die Schlussfolgerung, dass der Ostseeraum nicht der eigentliche Integrationsraum für die Ostseeanrainer ist, sondern ihre Handelsschwerpunkte vielmehr in weiter entfernten wirtschaftlichen Zentren zu finden sind. Im Zeitalter der Globalisierung dient die Ostsee vielmehr als Brücke zwischen Handelsregionen und nicht als eigener Binnenmarkt. Die Ostseeanrainer setzen auf diese Weise eine Tradition der mittelalterlichen Hanse fort, die ebenfalls weit entfernte Handelsräume miteinander verband. Daher sollten die Ostseeanrainer im eigenen Interesse offen für den Freihandel eintreten und sich dem protektionistischen Zeitgeist und den Abschottungstendenzen entgegenstellen. mehr ...

 


Klinikentgelte in den Bundesländern: Kostengerecht oder wettbewerbsverzerrend?

geld_spritzeDer Kieler Beitrag zur Wirtschaftspolitik Nr. 10 geht der Frage nach, ob die unterschiedlich hohen Landesbasisfallwerte für Kliniken in Deutschland durch systematische Kostenunterschiede zwischen den Bundesländern zu erklären sind. Die statistische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass einzig krankenhausspezifische und strukturelle Merkmale der Regionen und nicht die gegenwärtige Kostenstruktur der Kliniken ansatzweise die Varianz in den Landesbasisfallwerten erklären können. Mehr als drei Viertel der Unterschiede gehen auf nicht gemessene Faktoren zurück oder sind gar willkürlicher Natur. Nach der ökonomischen Theorie anreizeffizienter Regulierung erscheint eine Fortsetzung des Konvergenzprozesses der Basisfallwerte hin zu einer bundeseinheitlichen Pauschale sinnvoll. mehr …

 


Das Kern-Problem der EU

EU-FlaggenDer Kieler Ökonom Jürgen Stehn stellt in seinem Kiel Policy Brief 106 die Frage, inwieweit das Weißbuch der EU-Kommission zur Zukunft der Europäischen Union erfolgversprechende Szenarien für eine künftige Ausgestaltung der europäischen Integration skizziert. Zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge zeigt der Autor, dass die EU-Kommission bei dieser Aufgabe an einem Kern-Problem scheitert, nämlich der Definition und Begründung von Kernkompetenzen der EU anhand eines geeigneten Referenzsystems. mehr … 

 


Schwer zu retten: Griechenland im Krisenmodus

Flaggen-FotoliaGriechenland befindet sich jetzt seit fast acht Jahren im Krisenmodus und die erhoffte „Rettung“ des Landes lässt immer noch auf sich warten. Die Kieler Forscher Klaus Schrader, Claus-Friedrich Laaser und David Benček beleuchten in ihrem Kiel Policy Brief 103 die Aussichten Griechenlands,  die Krise bis zum Ende des dritten Rettungsprogramms im Jahr 2018 hinter sich zu lassen. Sie zeigen, dass in anderen EU Krisenländern die Programme wesentlich erfolgreicher als in Griechenland verliefen, wo die fehlende Identifikation mit dem Reformprozess zu Stillstand und Verzögerungen geführt hat. Enttäuschte Wachstumserwartungen und ein verschleppter Strukturwandel, der keine Rückkehr zu altem Wohlstand verspricht, waren bislang die Folge. Die Autoren sehen einen erfolgreichen Abschluss des dritten Rettungsprogramms als große Chance für Griechenland an und betonen zugleich, dass für den erfolgreichen Abschluss eines Rettungsprogramms auf griechischer Seite „Ownership“ erforderlich ist. mehr … 

 


Bundesagentur für Arbeit – Beitragssatz senken!

BundesagenturIn seinem neuen Kiel Policy Brief 104 zeigt der Kieler Ökonom Alfred Boss, dass die Bundesagentur für Arbeit seit Jahren erhebliche Überschüsse erwirtschaftet. Ihre Rücklagen beliefen sich Ende 2016 auf 11 Mrd. Euro. Der Autor stellt in seiner Analyse fest, dass die Überschüsse nicht konjunkturbedingt, sondern struktureller Art sind. Vor diesem Hintergrund fordert er, dass der Beitragssatz rasch von 3,0 auf 2,7 Prozent gesenkt werden sollte. So ließe sich der Anstieg der Gesamtbelastung durch Sozialversicherungsbeiträge, zu dem es Anfang 2017 kam, rückgängig machen – mit positiven Folgen für die Beschäftigung. mehr …

 


Internationale Schiedsgerichte kein Nachteil für den Staat

WaageEigennützige und parteiische Schlichter werden häufig für die Legitimitätskrise der Streitschlichtung zwischen privaten Investoren und Staaten verantwortlich gemacht. Der IfW-Forscher Peter Nunnenkamp zeigt in seinem Kiel Policy Brief 105 mit Daten der  UNCTAD, dass seit Ende der 1990er Jahre für eine systematische Voreingenommenheit der Schlichter wenig spricht. Viele Streitfälle werden von Schiedsgerichten verhandelt, die man als unparteiisch einstufen kann. Von den verklagten Staaten bestellte Schlichter sind zudem nicht weniger parteiisch als die von den privaten Klägern bestellten Schlichter. Überdies entscheiden selbst Schiedsgerichte, die voreingenommen und parteiisch erscheinen, häufiger zugunsten der verklagten Staaten als zugunsten der privaten Investoren. Der Autor weist allerdings darauf hin, dass es für Entwicklungsländer schwieriger als für Hocheinkommensländer ist, Forderungen auf Schadensersatz erfolgreich abzuwehren. mehr ...

 


Kieler Subventionsbericht: Neuer Subventionsrekord

PaketDie Subventionen von Bund, Ländern, Kommunen und Sonderhaushalten sind laut dem jetzt vorgestellten Kieler Subventionsbericht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) mit 168,7 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf den höchsten Stand gestiegen, seit das IfW Subventionsdaten erhebt. Die gesamten Subventionen in Deutschland lagen damit um 27,5 Mrd. Euro über dem Niveau, das vor der Finanzkrise im Jahr 2007 erreicht war, und um 2,5 Mrd. Euro über dem bisherigen Spitzenwert von 2010. Für das Jahr 2016 sieht der Bundeshaushaltsplan für die Finanzhilfen einen drastischen Zuwachs von 18,8 Prozent vor. mehr ...

Zentrum

Henning_Klodt

Prof. Dr. Henning Klodt
Leiter
henning.klodt@ifw-kiel.de

Klaus_Schrader

Dr. Klaus Schrader
Stellv. Leiter
klaus.schrader@ifw-kiel.de

Zentrum Wirtschaftspolitik
Aufgaben: Stärkung der Sichtbarkeit des Instituts für Weltwirtschaft in der Öffentlichkeit, Förderung  der wirtschaftspolitischen Kommunikation innerhalb des Instituts.

Team
Prof. Dr. Henning Klodt
(Leiter)
Dr. Klaus Schrader
(stellv. Leiter)
Margitta Führmann
Dr. Claus-Friedrich Laaser
Prof. Dr. Rolf J. Langhammer 
Dr. Astrid Rosenschon

Griechenland-Krise

Flaggen_Griechenland_EU

Studien aus dem IfW mehr...

Eine griechische Sichtweise

InDeepAnalysisBanner

mehr…

Politikwerkstätten

Politikwerkstätten sind (in der Regel eintägige) Veranstaltungen, in denen aktuelle wirtschaftspolitische Themen von Referenten des IfW sowie von externen Referenten analysiert und mit einem ausgewählten Fachpublikum diskutiert werden. mehr...