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Deutsche Wirtschaft startet stark ins Jahr 2017

Medieninformation, 03. Mai 2017

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dürfte im ersten Quartal kräftig gestiegen sein. Die heute von Eurostat veröffentlichten Zahlen deuten darauf hin, dass das BIP in Deutschland um 0,6 Prozent zugelegt hat. Die Frühindikatoren sprechen dafür, dass die deutsche Wirtschaft den Schwung vom Jahresanfang mitnehmen und auch in den kommenden Quartalen mit hohen Raten expandieren wird.

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dürfte nach einer aktuellen Schätzung von Forschern des Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft (IfW) im vierten Quartal um 0,6 Prozent gestiegen sein. Dafür sprechen die heute vom europäischen Statistikamt Eurostat veröffentlichten Zahlen, denen zufolge das BIP im Euroraum im dritten Quartal um 0,5 Prozent zugelegt hat, in Verbindung mit den bereits vorliegenden BIP-Zahlen für einige Länder des Euroraums, darunter Frankreich (+0,3%), Spanien (+0,8%), Belgien (+0,5%) und Österreich (+0,5%). Damit dürfte das BIP in Deutschland etwas stärker zugelegt haben als im Euroraum insgesamt. Die amtlichen Zahlen werden vom Statistischen Bundesamt am 12. Mai bekanntgegeben.

Ein BIP-Zuwachs von 0,6 Prozent hatte das IfW in seiner März-Prognose erwartet; auch die Gemeinschaftsdiagnose rechnet in ihrem jüngsten Gutachten mit diesem Wert. „Die deutsche Wirtschaft startet mit viel Schwung in das Jahr 2017. Impulse für die Konjunktur kommen zunehmend wieder aus dem Ausland. „Die Exporte dürften trotz des fragilen internationalen Umfelds abermals kräftig angezogen haben“, sagte Nils Jannsen, Experte für die deutsche Konjunktur. Zudem wird die Konjunktur weiter durch die Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank angeregt, die sich vor allem in der regen Bautätigkeit widerspiegelt.

Die Frühindikatoren sprechen dafür, dass die deutsche Wirtschaft den Schwung vom Jahresanfang mitnehmen und auch in den kommenden Quartalen mit hohen Raten expandieren wird. Die günstigen konjunkturellen Aussichten sind jedoch nicht nur positiv zu sehen. „Die Produktions­kapazitäten der deutschen Wirtschaft sind bereits mehr als normal ausgelastet. Sollte diese hohe konjunkturelle Dynamik für einen längeren Zeitraum anhalten, so droht der deutschen Wirtschaft eine Überhitzung, und das Risiko für konjunkturelle Rückschläge nimmt mehr und mehr zu“, sagte Jannsen.

Fachlicher Ansprechpartner:

Dr. Nils Jannsen
T +49 431 8814-298
nils.jannsen@ifw-kiel.de

Medienanfragen
Tel. 0431/8814-774
Ansprechpartner

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Leiter Zentrum Kommunikation
Tel. 0431/8814-629


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