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25.07.2017
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Globale Makroökonomie und Global Governance

Waren-, Arbeits- und Finanzmärkte sind über Grenzen hinweg eng verflochten und auch die nationale Politik wird zunehmend von globalen wirtschaftlichen Ereignissen geprägt. Ziel des Forschungsbereichs „Globale Makroökonomie und Global Governance“ ist es globale Wirtschaftszusammenhänge zu analysieren und zu verstehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der finanziellen Globalisierung, also den Chancen und Risiken internationaler Finanzströme. Auch der Zusammenhang von Politik und Wirtschaft ist ein Fokus unserer Abteilung, sowie die Rolle globaler Institutionen.

Unsere Forschung ist empirisch und zum Teil auch wirtschaftshistorisch ausgerichtet. Die meisten Projekte haben eine Langzeit-Perspektive und nutzen Daten der letzten Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte. Unser Ziel ist es aus historischen Erfahrungen zu lernen, um zukünftigen politischen Herausforderungen und makroökonomischen Schocks besser begegnen zu können.


Insbesondere widmet sich der Forschungsbereich folgenden Themen:

  1. Internationale Finanzmärkte und Makroökonomie, insbesondere die Bedeutung von Staatsschulden, Finanzkrisen, und von internationalen Kapitalflüssen. Wichtige Fragen sind unter anderem:
    • Wie kann man Finanz- und Schuldenkrisen vorbeugen bzw. effektiver bewältigen?
    • Wie wirken internationale Kapitalflüsse auf Wachstum und Finanzstabilität in Entwicklungs- und Schwellenländern?
    • Wie riskant sind Staatsanleihen für private Investoren und das Finanzsystem?
    • Wie hoch ist die Rendite deutscher Investitionen im Ausland?

     

  2. Fragen zur internationalen Finanzarchitektur und zur Regulierung internationaler Finanzmärkte:
    • Sollten internationale Finanzinstitutionen, wie z.B. der IWF oder der ESM, reformiert werden und wenn ja, wie?
    • Welche Ursachen und Folgen haben internationale „Rettungspakete“, also Kredite zwischen Regierungen oder Notenbanken verschiedener Länder?
    • Wie könnte eine internationale Insolvenzordnung für Staaten aussehen?

     

  3. Der dritte Schwerpunkt ist die politische Ökonomie, insbesondere untersuchen wir die politischen und sozialen Implikationen von Finanzkrisen und anderer makroökonomischer Schocks:
    • Welche Auswirkungen hat die globale Wirtschaftsentwicklung auf nationale Politik, insbesondere auf Wahlergebnisse, Wahlumfragen und Regierungsentscheidungen?
    • Was erklärt das Auf und Ab des Populismus? Können wirtschaftliche Faktoren wie Finanzkrisen, Ungleichheit oder Globalisierung die aktuellen Erfolge von Populisten erklären?
    • Was sind die demographischen und sozioökonomischen Folgen von Finanzkrisen?


Forschungsnetzwerk

Unsere Forschung entsteht in Zusammenarbeit mit einem internationalen Netzwerk an Koautoren. Derzeit arbeiten wie vor allem mit folgenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen:

    • Marcos Chamon (IMF)
    • Elisabeth de Fontenay (Duke)
    • Mitu Gulati (Duke)
    • Helios Herrera (Warwick)
    • Kris Mitchener (Santa Clara und NBER)
    • Guillermo Ordonez (University of Pennsylvania und NBER)
    • Hillel Rapoport (Sorbonne und Paris School of Economics)
    • Carmen Reinhart (Harvard und NBER)
    • Moritz Schularick (Bonn und CEPR)
    • Julian Schumacher (ECB)
    • Uwe Sunde (LMU München)
    • Mark L.J. Wright (Federal Reserve Bank of Chicago und NBER)
    • Jeromin Zettelmeyer (Peterson Institute und CEPR)

  

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