Arbeitspapier

The Global Competition for Jobs in the Economic Crisis

WERI Working Paper, Warsaw School of Economics, 297

Die globale Wirtschaftskrise beeinträchtigt die Handelsintegration und die Arbeitsmärkte erheblich. Die Krise droht weltweit zu Überkapazitäten zu führen und ineffiziente Produktionsmuster offenzulegen. Der globale Wettbewerb um Arbeitsplätze und Produktionsstandorte wird intensiver werden. Im Zuge der Krise werden die Akteure auf den Weltmärkten auf ihre Wettbewerbsstärken und -schwächen hin getestet und werden ihre Rolle in der internationalen Arbeitsteilung neu definieren müssen. Während des vorausgegangenen globalen Booms hat sich das Exportverhalten der Visegrad-Länder bereits stark verändert: Die schnell wachsenden Visegrad-Länderexporte nach Westeuropa gingen mit einem deutlich höheren Anteil technologieintensiver Güter einher, was auf eine erfolgreiche Integration in westeuropäische Produktionsnetzwerke hindeutet. Polen und die anderen Visegrad-Länder legten den Grundstein für eine zunehmend humankapital-intensive Produktion und Beschäftigung. Daher könnten aufholende Länder als Reaktion auf den von der Wirtschaftskrise ausgelösten Wettbewerbsdruck von einer höheren Offshoring-Intensität profitieren. Die empirische Analyse der Autoren, die einen detaillierten Datensatz über die deutsche Erwerbstätigkeit nach Berufsgruppen anwendet, zeigt ein enormes Potenzial für die Verlagerbarkeit deutscher Arbeitsplätze. Im Durchschnitt sind hochbezahlte Stellen, die hohe Qualifikationen erfordern, ebenso leicht verlagerbar wie die von weniger qualifizierten Niedriglohnmitarbeitern. Unter diesen Umständen besteht für Länder mit hohem Einkommen die Gefahr, gegenüber aufholenden Volkswirtschaften an Boden zu verlieren, wenn sie nicht kontinuierlich in ihre Kenntnisse und Fähigkeiten investieren.

Info

Erscheinungsdatum
JEL Classification
F15, F16, F2