Die Autoren untersuchen in ihrem Beitrag das gegenwärtige griechische Geschäftsmodell auf seine Schwächen und evaluieren die Tragfähigkeit der griechischen Schuldenlast. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der Reformprozess eine notwendige Bedingung für Strukturwandel und wirtschaftliche Erholung in Griechenland sind. Die Vollendung der Reformen und die Förderung privater Investitionen würden die Erneuerung der griechischen Wirtschaft entscheidend beschleunigen. Zur Bewältigung der Schuldenkrise erscheint den Autoren ein Schuldenschnitt bzw. eine zeitliche Streckung des Schuldenabbaus unvermeidlich, um die Staatsschuld wieder tragfähig zu machen und den „Bail out-Prozess“ endgültig zu beenden. Die Autoren empfehlen, die Rettungshilfen im Gegenzug einzustellen und Griechenland wieder die Rechte und Pflichten eines normalen Mitglieds der EU und der Eurozone einzuräumen. Das Land würde dann  vollen Zugang zu den bestehenden Stabilisierungsmechanismen haben, aber gleichzeitig die Regeln des Stabilitätspakts und der europäischen Politikkoordination befolgen müssen.