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Excellence Awards an Nachwuchsökonomen verliehen

18.06.2018

Vier Ökonomen aus den USA, Großbritannien und der Schweiz erhalten in diesem Jahr die „Excellence Awards in Global Economic Affairs“ des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW). Mit dem Nachwuchspreis werden Forschende und Lehrende bis zu einem Alter von 35 Jahren ausgezeichnet.

Mathieu Couttenier (Universität Genf), Ferdinand Rauch (University of Oxford), Felix Tintelnot (Chicago University) mit Dennis Snower (von links nach rechts). Preisträger Matteo Maggiori (Harvard University) fehlt auf dem Bild.

Preisträger der Excellence Awards 2018 Mathieu Couttenier (Universität Genf), Ferdinand Rauch (University of Oxford), Felix Tintelnot (Chicago University) mit Dennis Snower (von links nach rechts). Preisträger Matteo Maggiori (Harvard University) fehlt auf dem Bild.

Die Awards 2018 gehen an:

  • Mathieu Couttenier (Universität Genf) für seine Arbeiten auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Entwicklung. In einer seiner Forschungsarbeiten befasst er sich mit dem Zusammenhang von Rohstoffabbau und Konflikten in Entwicklungsländern. Untersuchungen für Afrika zeigen, dass Gewalttätigkeiten auf lokaler Ebene umso höher sind, je größer die Bedeutung des Rohstoffsektors ist.
  • Felix Tintelnot (Chicago University) für seine Forschungen auf dem Gebiet des internationalen Handels. In seinen Publikationen hat er insbesondere die Rolle nationaler und internationaler Produktionsnetzwerke analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschung ist die Funktion multinationaler Unternehmen als Katalysator für die Diffusion neuer Technologien.
  • Ferdinand Rauch (University of Oxford) für seine Arbeiten auf dem Gebiet von Handel, Urbanisation und Strukturwandel. In einer seiner Publikationen untersuchte er den Effekt stark expandierender chinesischer Exporte auf die Wirtschaft Mexikos. Seine Untersuchungen zeigen, dass der Wettbewerb mit chinesischen Produkten zwar zu einer Verdrängung kleiner und mittlerer Betriebe in Mexiko führte, auf der anderen Seite aber auch deutliche Produktivitätssteigerungen und höhere Realeinkommen in größeren mexikanischen Betrieben zur Folge hatte.
  • Matteo Maggiori (Harvard University) für seine Forschungen auf dem Gebiet der internationalen Finanzbeziehungen. In einer seiner neueren Arbeiten untersucht er den Einfluss der Währungen auf die internationalen Kapitalströme. Er zeigt, dass Investoren eine starke Präferenz für Anlagen haben, die in ihrer Heimatwährung denominiert sind. Ausnahme davon ist der US-Dollar. Aufgrund der weltweiten Bereitschaft Dollar-Anlagen zu halten, haben US Unternehmen, die Mittel in Dollar aufnehmen, einen leichteren Zugang zum internationalen Kapitalmarkt als Unternehmen in anderen Ländern, da Titel in deren Währung bei ausländischen Investoren vergleichsweise wenig Anklang finden. In seinem Beitrag zeigt Maggiori auch, dass der Dollar-Anteil in globalen Anlageportfolios seit der Finanzkrise stark zugenommen hat, während der Anteil des Euro rückläufig ist.

Der Preis beinhaltet jeweils einen Forschungsaufenthalt am IfW, der durch verschiedene Stipendien (Horst Siebert Fellowship, Porsche Fellowship, Landeshauptstadt Kiel Fellowship und Theodor Wille and Heinrich Diederichsen 'Fair Trade' Fellowship) finanziert wird. Ziel der IfW Excellence Awards ist es, eine internationale Gemeinschaft junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der weltwirtschaftlichen Forschung aufzubauen. Die Excellence Awards in Global Economic Affairs werden seit 2007 vergeben.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Festveranstaltungen für den Weltwirtschaftlichen Preis am Samstag, dem 16. Juni 2018, statt.

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