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Preisträger des Weltwirtschaftlichen Preises 2016 verkündet

01.02.2016
  • Mario Monti, italienischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker, ehem. Wettbewerbskommissar der EU und ital. Ministerpräsident. Kategorie: Politik
  • Friede Springer, deutsche Verlegerin, Mehrheitsaktionärin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer SE. Kategorie: Wirtschaft
  • Oliver E. Williamson, Professor Emeritus für Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaft an der Universität von Kalifornien, Wirtschaftsnobelpreisträger. Kategorie Wissenschaft.

Aktualisierung vom 11. Mai 2016:

Der für den Weltwirtschaflichen Preis 2016 in der Kategorie Wissenschaft nominierte Ökonom Oliver E. Williamson kann den Preis 2016 aus persönlichen Gründen nicht in Kiel entgegennehmen. Der Preis wird deshalb in dieser Kategorie 2016 nicht verliehen. Wir bedauern das sehr und planen, Oliver Williamson den Preis in einem der nächsten Jahre zu überreichen.

„Alle unsere Preisträger waren mutig genug eine sehr komfortable Situation aufzugeben, um ihre Kraft und ihre Tugenden, teilweise auch gegen große Widerstände, in den Dienst einer größeren Sache zu stellen“, sagte IfW-Präsident Dennis Snower zur diesjährigen Auswahl. „Alle drei haben sich in ihrer neuen Rolle um eine freie und eigenverantwortliche Gesellschaft mit gemeinsamen, sozialen Werten verdient gemacht und damit der Lösung globaler Probleme einen fruchtbaren Boden bereitet“, so Snower weiter.

Den in der Kategorie Politik nominierten Mario Monti lobte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer als streitbaren Geist und politischen Visionär. „Als international angesehener Wirtschaftsprofessor wagte er den Gang in die Praxis und zeigte in Brüssel mächtigen Konzernen ihre Grenzen, zum Wohle für alle Verbraucher. Gegen viele Widerstände hat er in seinem Heimatland wichtige Reformen eingeleitet und trat von Anfang an mit viel Verve für die europäische Idee ein. Das ist heute wichtiger denn je.“

Friede Springer, nominiert in der Kategorie Wirtschaft, habe nach dem Tod ihres Mannes mit beispielloser Disziplin und Ausdauer den Springer Verlag aus der Krise, hinein ins neue Medienzeitalter geführt. „Sie fühlte sich dem Wohlergehen ihrer Mitarbeiter genauso verpflichtet wie einer an den Grundwerten der Freiheit und des Friedens ausgerichteten Berichterstattung“, sagte der Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein und zugleich Präsident der IHK zu Kiel, Klaus-Hinrich Vater, bei der Bekanntgabe. „Unbeeindruckt vom Zeitgeist trägt diese außergewöhnliche Persönlichkeit zur Solidarität in Europa und für ein Eintreten für die westliche Werte- und Staatengemeinschaft bei.

Oliver E. Williamson, nominiert in der Kategorie Wissenschaft, habe eine sichere Position als Ingenieur aufgegeben, um in gleich drei wissenschaftlichen Disziplinen forschen zu können. „Mit seinen Erkenntnissen über Transaktionskosten und Unternehmensfusionen trug er maßgeblich zu einer neuen Wettbewerbspolitik bei. Dank ihm haben wir heute eine wesentlich effektivere Regulierung, die der gesamten Gesellschaft zum Vorteil gereicht. Er hat sich außerdem um den Dialog zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen verdient gemacht und so wichtige Forschungen ermöglicht“, sagte Dennis Snower.

Die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises findet am Sonntag, 19. Juni, während der Kieler Woche im Haus der Wirtschaft in Kiel statt. Alle Preisträger werden persönlich erwartet. Die Festrede hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

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