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Deutsche Konjunktur weiter im Aufwind

02.11.2016

Der diese Woche veröffentlichte BIP-Zuwachs im Euroraum für das dritte Quar­tal lässt Rückschlüsse auch auf den deutschen BIP-Zuwachs zu, der am 15. November veröffentlicht wird. Er dürfte mit +0,3 Prozent höher sein, als in bisherigen Prognosen allgemein angenommen wurde.

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland dürfte nach einer aktuellen Schätzung von Forschern des Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft (IfW) im dritten Quartal um 0,3 Prozent steigen. Offiziell wird das Wachstum vom Statistischen Bundesamt erst am 15. November bekannt gegeben. Dafür sprechen die am Montag vom europäischen Statistikamt Eurostat veröffentlichten Zahlen, denen zufolge das BIP im Euroraum im dritten Quartal um 0,3 Prozent zugelegt hat, in Verbindung mit den bereits vorliegenden BIP-Zahlen für einige Länder des Euroraums, darunter Frankreich (+0,2%), Spanien (+0,7%), Belgien (+0,2%) und Österreich (+0,5%).

Ein BIP-Zuwachs von 0,3 Prozent im dritten Quartal würde über den bisherigen Erwartungen für Deutschland liegen. Das IfW ging in seiner letzten Prognose im September noch von einem Zuwachs von 0,2 Prozent aus. „Alles in allem haben sich die konjunkturellen Aussichten für Deutschland somit zuletzt wieder aufgehellt, unsere insgesamt optimistische Sicht aus der September-Prognose wird durch die aktuellen Zahlen gestützt“, sagte Nils Jannsen, Experte für die deutsche Konjunktur. „Darauf deutet auch die Zuversicht der Unternehmen hin, die zuletzt zweimal in Folge kräftig gestiegen ist. Zudem hat die Industrieproduktion ihren Rückgang vom Juli zuletzt wieder wettgemacht, und die Konjunktur im Vereinigten Königreich war im dritten Quartal trotz des Brexit-Votums recht stabil, was sich auch in den deutlich gestiegenen Exporterwartungen der deutschen Industrie widerspiegelt. Getragen wird der Aufschwung in Deutschland nach wie vor von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften.“

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