Medieninformation

Der Startschuss ist gefallen: Das Kiel Centre for Globalization hat offiziell die Arbeit aufgenommen

15.11.2016

Der neue Leibniz WissenschaftsCampus „Kiel Centre for Globalization“ (KCG) hat inzwischen ganz offiziell seine Arbeit aufgenommen. Das KCG verfolgt eine interdisziplinäre Forschungsagenda, die insbesondere auf die zunehmende Verbreitung von globalen Lieferketten – ein sehr wichtiger Aspekt der Globalisierung – eingeht. Das Zentrum wird gemeinschaftlich von der Leibniz Gemeinschaft, dem Land Schleswig-Holstein und den beiden inhaltlich beteiligten Partnerinstitutionen finanziert.

Inhaltlich ist das KCG ein Gemeinschaftsprojekt des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Ziel ist es, die positiven aber auch negativen Konsequenzen der Globalisierung zu untersuchen, mit einem besonderen Fokus auf die immer weiter wachsenden weltweiten Lieferketten. Volkswirte, Betriebswirte und Ethiker tragen mit ihrem unterschiedlichen Wissen und Methoden dazu bei, in vier verschiedenen, einander ergänzenden Projekten, die unterschiedlichen Aspekte der Globalisierung und der globalen Lieferketten zu untersuchen. Bei seinem Besuch am IfW im September haben der Präsident der Leibniz Gemeinschaft, Prof. Matthias Kleiner, und der Sprecher des KCG, Prof. Holger Görg, über die geplante Agenda und die ersten Schritte des neuen WissenschaftsCampus diskutiert.

Weltweite Lieferketten, so genannte „global supply chains“, sind ein bedeutender Kern der Globalisierung. Sie beschreiben komplexe Prozesse von der Herstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung bis zur Ankunft beim Endkunden. In der globalisierten Welt haben diese Lieferketten immer größeren Einfluss auf das Wachstum von Industrie- und Entwicklungs­ländern. Während Produktion und Handel über Ländergrenzen hinweg zu einer nahezu flächendeckenden Versorgung führen, der Absatzmarkt für Industrieländer also immer größer wird, schaffen kleinere Staaten durch Spezialisierung den Eintritt in den internationalen Markt. „Aber Handel und Produktion auf internationaler Ebene bringen nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer und unerwünschte Nebeneffekte hervor“, erläutert Prof. Holger Görg, der auch am IfW den Forschungsbereich „Die internationale Arbeitsteilung“ leitet und an der CAU die Professur für Außenwirtschaft innehat. „Das Kieler Zentrum für Globalisierung hat deshalb zum Ziel“, so Görg weiter, „die vielfältigen internationalen Schauplätze von Handel und Produktion zu erforschen und wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse abzuleiten.“

Alle Neuigkeiten vom KCG zu Forschungsergebnissen, Publikationen, Veranstaltungen, oder Teamveränderungen sind auf der neuen Homepage des Campus unter www.kcg-kiel.org zu finden.