Wirtschaftspolitischer Beitrag

Maritime Wertschöpfung in Schleswig-Holstein: Einsichten und Implikationen aus dem OCED-Report „The Ocean Economy in 2030“

Kieler Beiträge zur Wirtschaftspolitik, 18

Die Autoren stellen fest, dass für 2030 ein etwa gleichbleibender Anteil der Meereswirtschaft an der globalen Bruttowertschöpfung prognostiziert wird, es allerdings zu sektoralen Verschiebungen kommt. Eine besondere Bedeutung kommt der Offshore-Windenergie zu. Hier erwartet die OECD einen Anstieg der Bruttowertschöpfung von 25 Prozent und einen Anstieg der Beschäftigung von 13 Prozent. Von dieser Entwicklung wird Europa überproportional profitieren, da es bei der Stromerzeugung aus Offshore-Windenergieanlagen sowie deren Herstellung als auch Installation und Wartung eine Vorreiterrolle einnimmt. In dem Beitrag wird herausgearbeitet, dass in Schleswig-Holstein andere maritime Sektoren die Meereswirtschaft im Vergleich zu Europa prägen. Beispielsweise macht die Seeschifffahrt (Transport auf dem Seeweg) mit 41 Prozent des Umsatzes den klar stärksten Sektor der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein aus. In Schleswig-Holstein zeigten sich die Erfolge der Spezialisierungs- und Konsolidierungsstrategie im Schiffbau etwa ab dem Jahr 2013, in dem sich sowohl der Umsatz als auch die Beschäftigung deutlich erholte. Die Ausweitung der Spezialisierung auf den Bau von Service- und Wartungsschiffen für Offshore-Windenergieanlagen bietet nach Meinung der Autoren eine Option, von dem starken Wachstum in diesem Sektor zu profitieren.