Wirtschaftspolitischer Beitrag

Jenseits von Biontech & Co: Förderung von Technologieclustern in Deutschland

Kiel Policy Brief, 156 PDF Download

Mit der Fördermaßnahme zur „Internationalisierung von Spitzenclustern“, die über die vergangenen 5 Jahre von Forschern des IfW Kiel wissenschaftlich begleitet wurde, rückt die Offenheit der Cluster für Impulse von außen in den Vordergrund. Ziel ist es, die Vorteile der räumlichen Nähe der Akteure, die ein Cluster bietet, mit den Vorteilen der internationalen F&E-Kooperation zu verbinden. Die Autoren zeigen, dass der Anteil der Auslandsaktivitäten, die im Zusammenhang mit der Cluster-Internationalisierung durchgeführt wurden, im Laufe der Fördermaßnahme deutlich gestiegen ist. Dabei sind Forschungseinrichtungen die Haupttreiber bei der internationalen Kontaktanbahnung und bei der Umsetzung der F&E-Projekte. Junge Unternehmen profitieren bei ihren Innovations- und Internationalisierungsaktivitäten stärker von den Beziehungen zu Akteuren aus dem eigenen Cluster als ältere Unternehmen. Insbesondere in wissensintensiven Branchen wie der Biotechnologie und Medizintechnik sind die regionalen Beziehungen im Cluster für die Anbahnung internationaler Aktivitäten besonders wichtig. Innovative Cluster können bei der Bewältigung zukünftiger technologischer Herausforderungen eine wichtige Rolle spielen, vor allem wenn eine breite internationale Vernetzung besteht.