Wirtschaftspolitischer Beitrag

Das Ende der griechischen Schuldenkrise?

Kiel Policy Briefs, 116

Die griechische Politik hat dank eines indirekten Schuldenschnitts über Zinsvergünstigungen und Fälligkeitsverlängerungen die Chance, ohne prohibitive Belastungen aus der Vergangenheit einen dauerhaften Zugang zu den Finanz- und Kapitalmärkten zu erhalten. Die Autoren stellen fest, dass Griechenlands Schuldentragfähigkeit mittel- bis langfristig von der Einschätzung der Finanz- und Kapitalmärkte abhängt, ob die griechische Politik in eigener Regie den Reformkurs und die stabilitätsorientierte Haushaltspolitik weiterführt. Nur unter diesen Bedingungen kann Griechenland einen steileren Wachstumspfad erreichen und damit die weiterhin benötigten Primärüberschüsse im Haushalt realisieren und aus den Schulden herauswachsen. Die Autoren empfehlen, dass die europäischen Partner nicht durch eine latente Bereitschaft zu einem erneuten „Bail out“ Marktsignale übertönen und damit die Vollendung der Rettung in griechischer Regie unterlaufen sollten.