Wirtschaftspolitischer Beitrag

How to Deal with Inequality - Welfare System Challenges and European Responses

Kiel Policy Briefs, 85

Die Autoren Andreas Friedl, Dennis Görlich, Sebastian Horn, Christiane Krieger-Boden und Matthias Lücke argumentieren, dass Europäische Wohlfahrtsstaaten, insbesondere des nordischen Typs, offensichtlich die zunehmende Ungleichheit durch die Entwicklung der Markteinkommen erfolgreicher gedämpft haben als andere Systeme. Gleichzeitig hat nach Meinung der Autoren die weitreichende Umverteilung nicht notwendigerweise zu ernsthaften ökonomischen Effizienzeinbußen geführt. Vor allem das nordische Modell des Wohlfahrtsstaats – mit dem Fokus auf soziale Investitionen, Aktivierung und Weiterbildung – scheint den Gesellschaften zu erlauben, sowohl die Sicherheit eines umfassenden sozialen Netzes als auch die Effizienzgewinne durch funktionierende Märkte und die dem Kapitalismus inhärente schöpferische Zerstörung zu genießen. Vor den Wohlfahrtsstaaten liegen nun erhebliche Herausforderungen, die von der demographischen Entwicklung und von der Notwendigkeit einer nachhaltigen Fiskalpolitik herrühren, und sie erfordern besonnene öffentliche Debatten für effiziente anstelle von symbolischen Lösungen.

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