Wirtschaftspolitischer Beitrag

Higher Inflation in China: Risks for Inflation and Output in Advanced Economies

Kiel Policy Briefs, 36

Die Zeit importierter Preisstabilität könnte in den fortgeschritten Volkswirtschaften vor dem Hintergrund kräftig steigender Preise in China in näherer Zukunft zu einem Ende kommen. Die Kieler Ökonomen Klaus-Jürgen Gern, Björn van Roye und Joachim Scheide argumentieren, dass höhere Inflationsraten in China zu einem Zielkonflikt der Zentralbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften führen. Diese würden versuchen, den erhöhten außenwirtschaftlichen Inflationsdruck abzufedern und gleichzeitig einer konjunkturellen Abschwächung – ausgelöst durch gedämpfte Realeinkommen und niedrigere Exporte nach China – entgegenzusteuern. In der Folge müssten die Zentralbanken bei steigender importierter Inflation die Zinsen höher setzen, da sie langfristig die Inflationsrate auf ihren Zielwert zurückführen müssen.

Autoren

Björn van Roye
Joachim Scheide

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