Wirtschaftspolitischer Beitrag

Bridging Morale and Business Through Shared Value?

Kiel Policy Briefs, 38

„Shared value“ („gemeinsamer Nutzen“) nennt sich ein Konzept, das verspricht, den Antagonismus zwischen gesellschaftlichen Moralansprüchen und privatwirtschaftlicher Profiterzielung aufzulösen – und damit den Staat in seinem Bemühen um sozialen Ausgleich zu entlasten. Die Grundidee ist, Güter und Dienstleistungen unter Marktbedingungen zu produzieren, die einen besonderen gesellschaftlichen Mehrwert aufweisen, der wiederum idealerweise dem anbietenden Unternehmen noch einen Wettbewerbsvorteil über andere verschafft. In der Praxis kann man einige vielversprechende Beispiele beobachten, die den Nutzen des Konzepts zu belegen scheinen. Das generelle Problem bleibt aber, inwieweit tatsächlich mehr als eine clevere Marketing-Strategie dahinter steckt.

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Erscheinungsdatum
JEL Classification
D63, L33

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