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Kann Entwicklungshilfe den Migrationsdruck mindern?

ifo Schnelldienst, 23/2019

Das Hauptergebnis aktueller empirischer Studien lautet, dass ein negativer Zusammenhang zwischen Entwicklungshilfe und Migration besteht, wenn die Entwicklungshilfe sich auf die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen konzentriert. Und auch wenn es im Zuge der Entwicklungszusammenarbeit zu den erhofften (aber selten realisierten) Einkommenssteigerungen in den Empfängerländern kommt, ist entgegen der Hypothese des <em>migration hump</em> eher mit einer abnehmenden Migrationsneigung zu rechnen. Dies legt den Schluss nahe, dass Politiker in den Geberländern eine Aufstockung der Entwicklungshilfe zu Recht als mögliches Instrument zur Verringerung der Migration ansehen. Die vorliegenden empirischen Ergebnisse zeigen aber auch, dass ein unrealistisch hoher Anstieg der Entwicklungshilfe notwendig wäre, um wirklich nennenswerte Effekte zu erzielen.

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