Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf die Landwirtschaft in Deutschland

Schriften der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e. V., 46: 189-202

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahre 2008 beinhaltete die Einführung eines Bonus für kleinere Biogasanlagen, die einen Substratanteil von mind. 30 % Gülle einsetzen. In diesem Beitrag werden die Auswirkungen der EEG-Novellierung auf die Landwirtschaft mit Hilfe des regionalen Agrarsektormodells RAUMIS und des Standortmodells ReSI-M im Jahr 2020 untersucht. Nach den Modellanalysen führt die Gewährung des Gülle- Bonus’ gegenüber einer Referenzsituation mit dem EEG 2004 einerseits zu der gewollten Zunahme der Gülleverwendung in der Biogaserzeugung. Andererseits resultieren auch deutlich höhere Energiemaispreise, die eine nochmalige Ausweitung des Energiemaisanbaus auf rund 2 Mio. ha induzieren. Um negative Folgeeffekte einer drastischen Ausdehnung des NawaRo- Anbaus zu vermeiden, ist die Ausgestaltung des Güllebonus beispielsweise dahingehend anzupassen, dass nur der auf Gülle einfallende Strom eine Bonusvergütung erhält.

Autoren

Horst Goemann
Peter Kreins
Julia Muench

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