Kurzbericht

Zu den globalen Auswirkungen einer harten Landung der Konjunktur in China

IfW Box, 2015.12

Anzeichen einer Abkühlung der konjunkturellen Dynamik und Zweifel an den offiziellen BIP-Zahlen Chinas haben das Szenario eines abrupten Einbruchs der chinesischen Konjunktur in den Fokus gerückt. Angesichts der großen Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft wäre mit erheblichen globalen Auswirkungen zu rechnen. Um diese zu quantifizieren, untersuchen wir die Effekte eines Konjunktureinbruchs im Folgenden mit zwei Modellen, GVAR und NiGEM, die unterschiedlichen Modellklassen angehören. Die Verwendung zweier konzeptuell verschiedener Modelle lässt Aussagen über die Robustheit der Ergebnisse zu. GVAR ist ein primär datengetriebenes Modell, das die kurz- und langfristigen Anpassungsprozesse in Reaktion auf einen Schock erfasst. Bei NiGEM handelt es sich um ein vom britischen National Institute for Economic and Social Research (NIESR) bereit gestelltes strukturelles makroökonometrisches Modell, das theoriefundierter ist und neukeynesianische Eigenschaften aufweist. Beiden Modellen ist gemein, dass sie die internationalen Verflechtungen zwischen den Volkswirtschaften über Handelsströme explizit abbilden.

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