Kurzbericht

Wie wahrscheinlich ist eine „Deflationsspirale“ im Euroraum? Eine Analyse anhand einer Phillips-Kurve

IfW Box, 2014.8

Die Inflation im Euroraum gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex ist seit Herbst 2011 von 3 Prozent auf aktuell nur noch 0,3 Prozent gefallen. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi hat in seiner Rede bei der Notenbankkonferenz in Jackson Hole im August vor einer Deflationsspirale gewarnt. Fallende Preise und Löhne würden zu einem realen Anstieg bestehender Schulden führen, woraufhin es zu mehr Insolvenzen kommen würde. Dies würde wiederum die Nachfrage verringern und zu weiter fallenden Preisen führen. Entsprechend hat der EZB-Rat Anfang September die Geldpolitik durch eine Zinssenkung weiter gelockert, um weiter sinkende Inflationsraten zu verhindern und angekündigt, in naher Zukunft mit einem Programm zur Quantitativen Lockerung mit einem nennenswerten Umfang zu beginnen. Wir zeigen basierend auf ökonomischer Theorie, aktuellen Daten und einem historischen Vergleich mit Japan, dass zwar eine Phase niedriger Inflation, aber keine Deflationsspirale zu erwarten ist.

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