IfW Kiel in den Medien

Weniger Anträge aus sicheren Herkunftsstaaten

16.09.2015

Sebastian Braun glaubt, die Klassifizierung von Herkunftsstaaten beeinflusst die Anzahl der gestellten Asylanträge

Aus dem Artikel

(...) Die IfW-Ökonomen Sebastian Braun und Richard Franke verglichen die Asylanträge der Jahre 2014 und 2015 aus Bosnien-Hercegovina, Mazedonien und Serbien mit denen aus jenen Westbalkan-Staaten, die noch nicht als sicher eingestuft sind: Albanien, Kosovo und Montenegro. Sie kommen zu dem Schluss: „Es gibt klare Indizien, dass die Klassifizierung in sichere und nicht sichere Herkunftsstaaten einen Einfluss auf die Zahl der gestellten Asylanträge hat.“ Vom Januar bis zum August dieses Jahres stiegt die Zahl der Asylanträge aus den nicht als sicher eingestuften Staaten Albanien, Kosovo und Montenegro von 8570 auf 70.637. Das ist eine Steigerung um 724 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im vorigen Jahr. Dagegen steigerte sich die Zahl der Anträge aus den sicheren Herkunftsländern Bosnien-Hercegovina, Mazedonien und Serbien in diesem Zeitraum nur um 32 Prozent auf 22.281. Das bedeutet, dass aus den nicht als sicher eingestuften Staaten dreimal so viele Asylbegehren kamen wie aus den sicheren. Braun und Franke schreiben, dass das Verhältnis vor der gesetzlichen Einstufung der drei Westbalkanstaaten als sichere Herkunftsländer „fast umgekehrt“ gewesen sei.

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