IfW in den Medien

«Wir laufen Gefahr, die chinesische Wirtschaftspolitik zu imitieren»

Aus dem Interview

... Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft macht gegen die «Festung Europa» mobil: Er warnt im Gespräch vor der Anmassung, Entwicklungsländern beibringen zu müssen, was richtige Arbeits- und Umweltstandards sind. Und er geisselt die bürokratische Industriepolitik der EU.

Herr Kooths, während manche die EU als neoliberales Projekt kritisieren, diagnostizieren Sie mehr Protektionismus. Wo genau?

Das ist ein weltweites Phänomen. Man sieht es in Handelskonflikten wie dem zwischen den Vereinigten Staaten und China. Dann haben wir das Gerangel um das EU-Mercosur-Abkommen, also den Handelsvertrag mit den südamerikanischen Ländern. In der EU wollen genau diejenigen Länder das Abkommen stoppen, die selbst einen grossen Agrarsektor haben. Dabei vertritt niemand plump ein protektionistisches Programm. Da haben die Leute immerhin noch ein schlechtes Gewissen. Aber sie lassen sich etwas einfallen, um das Ziel zu erreichen. ...

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