IfW in den Medien

Die Corona-Hilfen müssen präziser werden

17.06.2020

Aus dem Gastbeitrag

Der Staat muss die zu Beginn der Corona-Krise in kurzer Zeit entwickelten Hilfsmaßnahmen nun perfektionieren. Klar ist, dass eine Stabilisierung der Unternehmen das beste Konjunkturprogramm ist. Gabriel Felbermayr

Die Weltwirtschaft befindet sich im tiefsten Abschwung seit den 1920er-Jahren. Alle Länder und Wirtschaftszweige sind von der Corona-Krise betroffen, wobei die Eurozone im Zentrum der Kernschmelze steht. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums im Jahr 2020 um 8,4 Prozent kleiner sein wird als jenes des Jahres 2019. Österreich kommt wohl etwas besser davon, aber auch hierorts wird die Schrumpfung von voraussichtlich 5,8 Prozent historisch sein.

Die Prognosen gehen davon aus, dass es gelingt, die Wirtschaft im dritten Quartal zu stabilisieren. Die Signale sind gemischt. In Deutschland und Österreich liegt der Stromverbrauch immer noch um zehn Prozent unter dem normalen Niveau. Aktuelle Daten zum Schiffsverkehr zeigen, dass der internationale Handel noch keine Erholungstendenzen zeigt. ...

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