IfW in den Medien

Corona-Shutdown - Warum wir über den Wert des Lebens reden müssen

13.05.2020

Aus dem Gastbeitrag

Der Corona-Shutdown hat hohe volkswirtschaftliche Kosten verursacht. Viele halten diesen die geretteten Leben entgegen, die ein verlängerter Shutdown bringt. Doch eine rein ökonomische Betrachtung, die an einer monetären Bewertung geretteter Menschenleben nicht vorbeikommt, legt das Dilemma offen: Ohne Shutdown hätten wohl mehr Leben gerettet werden können.

(...) Eine ökonomische Abwägung der Kosten und Nutzen des Shutdowns kommt an einer monetären Bewertung geretteter Menschenleben nicht vorbei. Vielen mag das unmoralisch erscheinen, doch auch bisher wird schon bei zahlreichen politischen Entscheidungen so abgewogen: Ob ein neues teures Arzneimittel zugelassen, eine neue Fußgängerampel an einem Schulweg errichtet oder die Luftqualität in einer Stadt verbessert werden soll, hängt mindestens implizit von der Abwägung der ökonomischen Kosten gegen die geretteten Leben ab. Gerade gesundheitspolitische Entscheidungen basieren häufig zentral auf der Überlegung, wie man mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglichst viele Leben retten kann. Auch in der Coronakrise ist davon auszugehen, dass aufgrund der hohen Kosten des Shutdowns zukünftig Geld fehlen wird, das für die Rettung anderer menschlicher Leben hätte eingesetzt werden können. (...)

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