CO2-Grenzausgleich: Klimazoll

11.12.2019

Aus dem Artikel

Mit einem revolutionären Vorschlag will Ursula von der Leyen den weltweiten Klimaschutz vorantreiben. 27 Nobelpreisträger hat sie schon überzeugt.

Wenn man verstehen will, was beim Klimaschutz schiefläuft, dann muss man sich mit der Zwiebel befassen. Die Zwiebel wächst fast überall. Allein in der Europäischen Union werden in jedem Jahr mehr als 6,7 Millionen Tonnen Zwiebeln angebaut. Das ist mehr, als die Europäer verbrauchen. Trotzdem liegen in deutschen, spanischen oder österreichischen Supermarktregalen immer wieder Zwiebeln, die eine Weltreise hinter sich haben. Sie kommen aus Australien oder Neuseeland, und beim Transport nach Europa wurde jede Menge Kohlendioxid freigesetzt. (...)

(...) Der Ökonom Gabriel Felbermayr vom Kieler Institut für Weltwirtschaft hat die Logik einer solchen Abgabe am Beispiel der Zwiebel verdeutlicht. Ein Kilo des Gemüses kostet in der Herstellung in Deutschland etwa 30 Cent, in Neuseeland sind es 20 Cent. Neuseeländische Zwiebeln könnten in Europa überhaupt nur zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden, weil die Kohlendioxidemissionen auf dem Transportweg von Europa nicht mit Abgaben belegt werden. Denn wenn die EU etwa eine CO₂-Steuer einführen würde, dann würden davon im Ausland hergestellte Waren nicht erfasst werden. (...)

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