IfW in den Medien

Rekordhoch bei Subventionen

07.11.2019

Claus-Friedrich Laaser kritisiert die hohen Subventionen durch die Bundesregierung.

Aus dem Artikel

(...) In der Wirtschaftswissenschaft provoziert die Regierung damit Widerstand. „Für jede Subvention mag es im Einzelfall eine mehr oder weniger gute Begründung geben, gesamtwirtschaftlich betrachtet greift der Bund aber in immer stärkerem Ausmaß in das Wirtschaftsgeschehen ein und verteilt tendenziell Mittel von strukturstarken auf strukturschwache Sektoren um“, sagt Claus-Friedrich Laaser, Subventionsexperte des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel.

Das Geld fehle an anderer Stelle. Je mehr subventioniert werde, desto geringer sei der Spielraum für eine alternative Verwendung der Mittel. Als Beispiele nennt Laaser Steuersenkungen, Schuldenabbau oder dringend benötigte Ausgaben zur Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft, beispielsweise um die Sozialsysteme zukunftsfest zu machen.

Sehr kritisch sieht man in Kiel insbesondere die Subventionierung von sogenannten Schlüsseltechnologien, etwa der Elektromobilität. „Es zeigt sich nämlich immer wieder, dass bei der Suche nach zukunftsträchtigen Lösungen in der Regel der Staat den Marktkräften unterlegen ist“, sagt Laaser. Am Ende belehre der Wettbewerb den Staat immer wieder eines Besseren. Als Beispiel nennt Laaser die für den Airbus A380 im Feuer stehenden Kredite von 750 Millionen Euro, ebenso seien Ökosteuer und EEG-Umlage vor allem teuer, aber „in ihrer Wirkung für Klimaschutz und klimafreundliche technologische Lösungen sehr wirkungsarm“.

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