IfW in den Medien

China braucht Hongkong - und kann deshalb nicht intervenieren

11.11.2019

Gastkommentar von Rolf Langhammer zum Umgang Chinas mit den Protesten in Hongkong.

Aus dem Artikel

(...) Eine militärische Intervention hätte unkalkulierbare Konsequenzen zur Folge. Investoren aus der Volksrepublik und aus Taiwan müssten davon ausgehen, dass die chinesische Führung dem Finanzplatz in Hongkong künftig ähnliche Restriktionen auferlegen würde wie den Handelsplätzen in China selbst, und würden auf andere Finanzplätze ausweichen.

Dies allein brächte den Yuan unter Abwertungsdruck. Dieser würde sich noch weiter verstärken, wenn die USA eine Intervention Chinas in Hongkong und eine Abspaltung des bislang freien Finanzmarkts von den internationalen Finanzmärkten mit Vergeltungsmaßnahmen, zusätzlich zu denen im Handel, beantworten, wovon auszugehen ist.

Angesichts der hohen Verschuldung von chinesischen Privatunternehmen in Dollar und anderen westlichen Währungen würde der Schuldendienst dieser Unternehmen erheblich erschwert. Will China diesen Risiken entgehen, muss es am freien Finanzplatz Hongkong festhalten, gerade jetzt. Aber dies schließt de facto eine militärische Intervention und Übernahme Hongkongs von seiner Seite aus.

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