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Nationalpark Wattenmeer - Heftige Kritik an Plänen zu stärkerer Ölförderung

30.10.2019

Klaus-Jürgen Gern zur geplanten Ausweitung der Ölförderung in Schleswig-Holstein.

Aus dem Artikel

(...) Doch das Unternehmen weiß, dass die Bundesrepublik die Ölnutzung zurückfahren will. „Am Ende bedeutet das natürlich auch, die Ölförderung einzuschränken“, sagt Klaus Jürgen Gern. Er forscht am Kieler Institut für Weltwirtschaft zur internationalen Konjunktur und zu Rohstoffmärkten. Bislang seien viele Beobachter davon ausgegangen: Die Ölvorkommen sind begrenzt, die Nachfrage werde bald nicht mehr gedeckt. Doch nun drehe sich offenbar die Situation um.

Dass Wintershall Dea nun weitere Ölvorkommen unter dem Wattenmeer erschließen will, überrascht Rohstoffforscher Gern nicht.

„Es besteht das Risiko, dass diejenigen, die zu spät kommen, ihr Öl nicht mehr verkaufen können, weil keine Nachfrage mehr da ist. Es gibt das ökonomische Sprichwort: ‚Die Steinzeit‘ ist nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen‘. Und so wird vielleicht auch die Ölzeit nicht aus Mangel an Öl zu Ende gehen. Sondern deswegen, weil es andere, bessere Energiegewinnungsverfahren gibt.“

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