IfW in den Medien

Italiener fürchten um ihre Exportschlager

18.10.2019

Gabriel Felbermayr sieht in den niedriger als möglich angesetzten US-Strafzöllen wegen Airbus-Subventionen eine letzte Warnung an Europa.

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(...) Trotz der Härten für einige Produkte gibt das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu bedenken, dass die von den USA gewählten Zölle mild ausfallen, verglichen mit einem möglichen Zollsatz von 100 Prozent. Betroffen seien vor allem Frankreich, Deutschland und Großbritannien, heißt es in einer Analyse. Zwar seien 2,13 Milliarden Euro Exportvolumen pro Jahr von Deutschland in die USA grundsätzlich in Gefahr. Weil die Amerikaner aber die niedrigeren Zollsätze als möglich angesetzt haben, sei der Schaden mit 130 Millionen Euro für das deutsche Bruttoinlandsprodukt zunächst überschaubar.

Für Europa insgesamt belaufe sich der Schaden auf etwa 1,6 Milliarden Euro. IfW-Präsident Gabriel Felbermayr hat eine Erklärung für die milde Variante: „Die niedrigen Zölle können auch als letzte Warnung an Europa verstanden werden.“ Immerhin könnten die USA die Zölle auf die von der Welthandelsorganisation (WTO) erlaubten 100 Prozent-Höhe schrauben. Dann würde der Schaden für Deutschland auf jährlich eine Milliarde anwachsen. Der IfW-Präsident warnt daher vor einer Sofortreaktion der Europäer. Dies könnte die Lage eskalieren. „Definitiv vernünftiger wäre es, auf den Schiedsspruch zu warten, den die WTO im Parallelverfahren um Boeing im kommenden Jahr treffen wird.“

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