IfW in den Medien

Herbstgutachten Wirtschaftsforscher rechnen nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum

02.10.2019

Berichte zur Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2019

Aus dem Artikel

(...) Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigenen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden. Erarbeitet wird das Gutachten vom RWI in Essen, vom DIW in Berlin, vom Ifo-Institut in München, vom IfW in Kiel und vom IWH in Halle. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will sich noch im Lauf des Vormittags zum neuen Gutachten äußern. Auch die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Plus von 0,5 Prozent, für das kommende Jahr sollen es immerhin wieder 1,5 Prozent sein.

Als Hauptgründe nennen die Institute Handelskonflikte der USA mit China und der EU - sowie die Unklarheit über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU. Diese hätten die Unsicherheit erhöht: "Mit negativen Folgen für die Investitionen weltweit."

Nach dem Schrumpfen der Wirtschaft im Frühjahr dürfte das BIP auch im abgelaufenen dritten Quartal gesunken sein, prognostizierten die Ökonomen. Sie sagten aber auch: "Eine Konjunkturkrise mit einer ausgeprägten Unterauslastung der deutschen Wirtschaft ist trotz rückläufiger Wirtschaftsleistung im Sommerhalbjahr 2019 nicht zu erwarten."

Konjunkturprogramme wie eine neue Abwrackprämie halten die Institute daher nicht für nötig. Es bestehe "derzeit kein Anlass für konjunkturpolitischen Aktionismus".

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