IfW in den Medien

Auf ein Wort

08.10.2019

Stefan Kooths ist skeptisch, dass Robert Shillers narrative Volkswirtschaftslehre die Analyse mithilfe ökonomischer Modelle und Daten ersetzen könnte.

Aus dem Artikel

Stefan Kooths reagiert skeptisch auf Shillers Forderungen. Kooths leitet das Prognosezentrum im Institut für Weltwirtschaft in Kiel. „Wenn wir nicht über die Krise reden, dann kommt sie nicht – das ist doch falsch“, sagt Kooths. Die Menschen spürten schlicht, dass etwas im Busch sein könnte. Er wolle Krisen lieber durch ökonomische Modelle und Daten erklären. Textanalyse für die Konjunkturforschung zu nutzen, sei zwar die Anstrengung wert. „Ich bin aber bestenfalls vorsichtig optimistisch“, obwohl die Methode noch ganz am Anfang stehe. Daten aus Facebook und Google liegen bislang nur für wenige Jahre vor. Dazu kommt: Reine Absichtserklärungen sind nicht immer von finanziellen Entscheidungen gedeckt. Beispielsweise positionieren sich viele Twitterer und Facebook-Nutzer für das Klima – aber wer kauft wirklich ein E-Auto? Kooths würde statt solcher Ankündigungen lieber Kreditkartenumsätze analysieren.

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