IfW in den Medien

Endspiel um das Klima

27.09.2019

Gastbeitrag von Wilfried Rickels und Christine Merk zum Klimapaket der Bundesregierung

Aus dem Artikel

(...) In den negativen Reaktionen auf das Maßnahmenpaket schwingt aber vor allem mit, dass keine Emissionsreduktionen anvisiert wurden, die über die derzeitigen Ziele hinausgehen. Diese Enttäuschung ist verständlich, wenn man zum Beispiel nach Großbritannien schaut, das sich verbindlich darauf festgelegt hat, seine Emissionen bis 2050 auf netto null zu senken. Oder wenn man auf die Schweiz schaut, die in ihrer Debatte über die Revision ihres CO2-Gesetzes sehr klar die Bedeutung von negativen Emissionen betont um zum Beispiel Residualemissionen aus der Zementproduktion zu kompensieren.

Tatsächlich bleibt das deutsche Klimaschutzpaket bei dieser Frage sehr vage – im Hinblick auf das derzeit in Deutschland nahezu verbotene CCS-Verfahren (Carbon Capture and Storage) kündigt das Eckpunktepapier lediglich an, dass die Bundesregierung mit den relevanten Stakeholdern in den Dialog treten will. An diesen Stellen wird deutlich, dass konsequente Schritte für Netto-Emissionsreduktionen fehlen, die es aber braucht, wenn man die Pariser Klimaziele ernst nehmen will. Oder wenn man, bestätigt durch den aktuellen Sonderbericht des Weltklimarats, sogar anerkennt, dass ein niedrigerer Temperaturanstieg als auf 1,5 Grad sich möglicherweise langfristig als effizient erweisen könnte.

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