IfW in den Medien

"Ein Währungskrieg führt die ganze Welt ins Verderben"

06.08.2019

Gabriel Felbermayr und Klaus-Jürgen Gern zum eskalierenden Handels- und Währungskonflikt USA-China.

Aus dem Artikel

(...) Eine Abwertung der chinesischen Währung hat zur Folge, dass chinesische Produkte bei uns billiger werden. Breite Segmente der Konsumgüter wie Elektronikprodukte, Daten oder Küchengeräte, aber auch Textilien und Spielzeug können europäische Verbraucher dann günstiger einkaufen.Klaus-Jürgen Gern vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) schränkt im Gespräch mit BILD aber ein: "Gegenwärtig schätzen wir die positiven Auswirkungen nicht sehr stark ein, weil das Ausmaß der Abwertung nicht so gravierend ist.

(…) Kann Trump den Handelskrieg gewinnen?" Selbst wenn Trump am Ende erfolgreich sein sollte, die Kollateralschäden würden enorm sein", sagt IfW-Chef Gabriel Felbermayr. Bislang habe der amerikanisch-chinesische Handelskrieg keine direkten Auswirkungen auf Europa, sagt er BILD. "Wir sind nur Zuschauer." Doch das könne sich ändern, wenn neben dem Handelskrieg nun auch ein Währungskrieg eintrete mit einem Wettlauf um die billigste Währung.  Nach Felbermayrs Ansicht geht es für die USA um mehr als nur Wirtschaft. Es geht um Macht und die USA können dabei durchaus gewinnen, zumindest relativ: Denn für China wird der Zollstreit teurer als für die USA. "Trump eskaliert den Zollstreit mit China, weil er glaubt, das mache seine Wiederwahl wahrscheinlicher", sagte Felbermayr zu BILD.

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