IfW in den Medien

Gute Frage

18.07.2019

Gabriel Felbermayr zeigt auf, warum die USA als Handelspartner nicht einfach zu ersetzen wäre.

Aus dem Artikel

(...) Ließen sich mit diesen Partnern die potenziellen Einbußen im US-Handel abfedern? "Die Antwort ist ziemlich einfach: nein", sagt Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. An der Weltnachfrage hätten die USA einen Anteil von etwa 17,5 Prozent, während alle Freihandelspartner der EU zusammen auf rund 14 Prozent kommen. Zwar ließen sich viele Importe aus den USA substituieren, als Exportmarkt aber sei das Land unersetzlich. Das hohe ProKopf-Einkommen garantiert Abnehmer für Qualitätsprodukte, die für andere Märkte zu teuer sind. Auch kennen europäische Exporteure in den USA jedes Zollformular, während sie beim Marktzugang in Ländern wie Vietnam oder Brasilien oft mit bürokratischen Komplikationen kämpfen. "Es wäre ein Drama", sagt Felbermayr, "wenn der US-Markt sich abschottet.

Fachlicher Kontakt