IfW in den Medien

Billiglohnländer: Wenn Roboter den Job machen

08.07.2019

Dennis Görlich erläutert die Auswirkungen der Digitalisierung für die Arbeitswelt.

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(...) Mit der Automatisierung verlieren Länder in Asien ihre Standortvorteile, wie Dennis Görlich vom Kieler Weltwirtschaftsinstitut erläutert. "Sicherheiten, wie eine große Zahl günstiger Arbeitskräfte, sind in der digitalisierten Industrie einfach kein Kriterium mehr", sagt er. Maschinen hätten noch den Vorteil, dass sie keine Gewerkschaften bildeten.

Einfache menschliche Arbeit werde als Produktionsfaktor unwichtiger, die Fabrikation könnte daher aus Fernost zurück nach Europa oder Nordamerika geholt werden. "Die Produktion rückt wieder näher zum Kunden", sagt Görlich. "Es macht wenig Sinn, solche Fabriken in Bangladesch aufzustellen, wenn meine Kunden in Europa oder den USA sind."

Die Gefahr besteht, dass arme Ländern noch stärker abgehängt werden. Experten raten dringend, sich für einen Technologieschock zu wappnen und neue Branchen zu erschließen. "Die Länder sollten in die Ausbildung hoch qualifizierter Fachkräfte investieren, die in automatisierten Fabriken, allerdings in kleiner Zahl, gebraucht werden", empfiehlt Görlich und fügt hinzu: "Die Länder müssten versuchen, ihre Abhängigkeit vom Textilsektor zu lockern."

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