IfW in den Medien

Angst vor dem Währungskrieg

17.07.2019

Salomon Fiedler hält die Kriterien der USA für eine Einstufung eines Landes als Währungsmanipulator für fragwürdig.

Aus dem Artikel

(...) Für die Einstufung eines Landes als Währungsmanipulator sind drei Kriterien entscheidend: Erstens muss es einen signifikanten Handelsüberschuss gegenüber den USA aufweisen, zweitens einen beträchtlichen Leistungsbilanzüberschuss erzielen, also einen positiven Saldo im Handel von Gütern und Dienstleistungen mit dem Ausland, und drittens muss es Beweise geben, dass es am Devisenmarkt interveniert.

Viele Ökonomen halten diese Maßstäbe für sehr fragwürdig. „Die Kriterien für die Liste sind willkürlich“, sagt Salomon Fiedler, Währungsexperte am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Aus seiner Sicht sagt zum Beispiel die bilaterale Güterhandelsbilanz wegen der Kreislaufbeziehungen im Welthandel kaum etwas darüber aus, ob der Wechselkurs einer Währung zu niedrig ist.

So kommen zum Beispiel viele Einzelteile in deutschen Autos, die in die USA exportiert werden, aus Osteuropa. Auch den Leistungsbilanzsaldo hält Fiedler für problematisch: „Er hängt unter anderem von der Altersstruktur eines Landes und den damit verbundenen Sparbedürfnissen ab“, sagt er.

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