IfW in den Medien

G20-Gipfel: Viel besser als sein Ruf

28.06.2019

Gastbeitrag von Dennis Görlich und Juliane Stein-Zalai zur Bedeutung und Wirkkraft der G20.

Aus dem Artikel

Die Stärke des G20-Formates, auch in schwierigen Themen Konsens erzielen zu können, ist vornehmlich dem informellen Charakter der Runde zu verdanken, der einen vergleichsweise offenen Austausch über nationale Prioritäten, länderspezifische Perspektiven und politische Zwänge ermöglicht.

Außerdem geht jedem Gipfeltreffen ein intensiver Arbeitsprozess aus ministeriellen Arbeitsgruppensitzungen, Fachkonferenzen und Ministertreffen voraus, der dazu dient, ein gemeinsames Verständnis von den zu behandelnden Themen zu entwickeln, sich über mögliche Lösungsoptionen auszutauschen und konsensfähige Formulierungen für die Abschlusskommuniqués zu erarbeiten. Gerade in Krisenzeiten ist das daraus erwachsende Vertrauen für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit entscheidend.

Gleichzeitig nimmt der G20-Prozess unmittelbaren Einfluss auf die nationale Politik der Mitgliedsländer. Den Staaten ist es zwar selbst überlassen, wie sie die auf den Gipfeln beschlossenen Verpflichtungen und Ziele umsetzen; Sanktionen sind nicht vorgesehen.

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