IfW in den Medien

'Trump nützt der deutschen Wirtschaft durchaus'

15.04.2019

Interview mit Gabriel Felbermayr zur Rezessionsgefahr und zu den aktuellen Risiken für die Weltwirtschaft

Aus dem Interview

(...) Die EU hat sich diese Woche mit China geeinigt, dass China seinen Markt öffnet und die EU ihren nicht verschließt. Wie glaubwürdig ist die Vereinbarung?

Ich glaube, sie ist glaubwürdiger, als viele jetzt denken. Trotzdem muss man natürlich aufpassen, dass die Versprechen umgesetzt werden. Die Chancen sind besser als je zuvor, weil China unter Druck steht, von den USA, aber auch von der EU, die neuerdings ja auch eine sehr viel härtere Kante zeigt. Es gibt Fortschritte: BASF zum Beispiel baut ein riesiges Werk in China, das ihr zu 100 Prozent gehört. Da hat die KP gewisse Kontrollrechte aufgegeben.

Was wird eigentlich aus der WTO?

Tja. Die WTO ist in einer Krise. Aber für eine Institution, die so unter Druck steht, ist sie doch sehr präsent. Den Rahmen für die Airbus-Boeing-Diskussion etwa setzt noch immer die WTO. Wir brauchen aber auch in der EU eine klarere Politik für die WTO. Wir haben auf die US-Zölle mit neuen Schutzzöllen gegen alle reagiert, nicht nur gegen die USA. Dagegen klagt jetzt Brasilien, weil brasilianische Stahlkocher von EU-Zöllen betroffen sind. Die EU muss gegenüber den 163 Ländern, die gerne die WTO behalten würden, konzilianter sein.

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