IfW in den Medien

Massenabholzung: Wie der Welthandel in Brasilien und Indonesien Bäume fällt

27.03.2018

Ruth Delzeit kommentiert die Ergebnisse einer Studie, wonach fast 30-40% des durch Waldzerstörung freigesetzten Kohlendioxids vom internationalen Handel herrühren.

Aus dem Artikel

(...) In vielen reichen Ländern, so schreiben die Autoren, seien die durch Entwaldung in Übersee und Importe verursachten Emissionen sogar größer als die Emissionen der heimischen Landwirtschaft.

"Nicht[nur] die Verbraucher in den Ländern, in denen Waldrodungen stattfindet, sind die Verursacher - sie wird von Verbrauchern von woanders angetrieben", sagt Ruth Delzeit, Leiterin Umwelt und natürliche Ressourcen am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IWF).

(…) Indien ist bereits heute der größte Importeur von indonesischen Ölsamenprodukten. Und weil die Nachfrage aus China 2017 bis 2018  so stark anstieg, exportierten Züchter aus Brasilen 53 Prozent mehr Rindfleisch, wie die Zahlen des Verbandes brasilianischer Rindfleischexporteure zeigen.

"Wir sehen, dass die Exporte nach Indien und China in Zukunft massiv zunehmen werden, wenn sich das Pro-Kopf-Einkommen erhöht", sagte Delzeit vom IFW. "Man wird sich dort an einer westlichen Ernährung orientieren - was auch den Konsum von Fleisch erhöht."

Das hat auch Folgen für reichere Nationen, die behaupten könnten, dass ihr Beitrag zur weltweiten Abholzung verhältnismäßig gering ist.

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