IfW in den Medien

„Deutschland ist nicht der alleinige Profiteur vom Euro“

24.04.2019

Capital-Interview mit Gabriel Felbermayr zu seiner Studie (zusammen mit Marina Steininger), inwieweit der Euro die Handelskosten gesenkt hat.

Aus dem Interview

(...) Capital: Sie haben jüngst in Ihrer Studie mit Marina Steininger gezeigt, dass der Euro die Handelskosten senkt und Euro-Mitglieder dadurch reicher geworden sind. Ist der Euro also besser als sein Ruf?

GABRIEL FELBERMAYR: Die Europäische Währungsunion leidet unter gravierenden Konstruktionsfehlern. Was in der öffentlichen Diskussion aber falsch ist, ist der einseitige Fokus auf diese Fehler. Wir diskutieren darüber, dass der Euro-Wechselkurs für die einen zu hoch, und für die anderen zu niedrig ist. Es wird aber kaum nachgefragt, ob der Euro sein ursprüngliches Versprechen eingehalten hat: und zwar die Absenkung der Handelskosten. Das hat der Euro nämlich geschafft. Bei internationalen Geschäften werden Transaktionskosten eingespart und die Transparenz hat sich erhöht. Geschäftspartner können schneller und einfacher herausfinden, welche Preise und Kosten in ihren Absatz- und Beschaffungsmärkten außerhalb der eigenen Grenzen gelten. Diese Vorteile des Euros sind nicht zu vergessen, das gehört zu einer fairen und umfassenden Analyse dazu.

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