IfW in den Medien

Schnelles Geld

20.02.2019

Jens Boysen-Hogrefe sieht die Zuschläge für längeres Arbeiten auf die Rente kritisch.

Aus dem Artikel

(...) Über das eigentliche Rentenalter hinaus zu arbeiten ist in Deutschland bisher nicht wirklich populär. Unter Umständen ist es aber ein gutes Geschäft. Das liegt vor allem an der steigenden Lebenserwartung und stattlichen Zuschlägen von sechs Prozent pro Jahr, mit denen die gesetzliche Rentenversicherung all jene belohnt, die ihr Ruhegeld erst nach dem regulären Termin beantragen. Wer zwei Jahre länger arbeitet oder vom Ersparten lebt, erhält sogar zwölf Prozent mehr – und zwar sein Leben lang.

Einige Rentenexperten blicken kritisch auf dieses Phänomen: Das längere Arbeiten sei ein Verlustgeschäft für das Rentensystem, mahnte jüngst etwa Jens Boysen-Hogrefe, Ökonom beim Kieler Institut für Weltwirtschaft. Er fordert, die hohen Zuschläge zu senken, die schon seit 1992 gesetzlich festgeschrieben sind.

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