IfW in den Medien

Iss nur 43 Gramm Fleisch pro Tag, rette die Welt

17.01.2019

Franziska Schünemann hält die Implementierung einer alternativen Ernährungsweise durch den Staat für äußerst schwierig.

Aus dem Artikel

(...) Doch sind die vorgeschlagenen Strategien auch sinnvoll? "Die Studie ist insgesamt sehr umfassend mit ihrem Blick auf Ernährung, Klima und Biodiversität", sagt Franziska Schünemann vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel, die nicht an der Studie beteiligt war. Das Forscherteam biete zwar wenig neue Ansätze, habe die vielen Aspekte des Themas aber gut gebündelt und einfach dargestellt.

Die Forscherin zweifelt außerdem daran, dass sich die Menschen zu einer anderen Ernährungsweise erziehen lassen. "Ernährung ist eine sehr, sehr emotionale Sache", so Schünemann. So sei es zwar eine gute Empfehlung der Autoren, die Werbung für ungesunde Lebensmittel einzuschränken und auch deren Vermarktung. "Dies würde aber wahrscheinlich erheblichen Widerstand der Lebensmittelindustrie hervorrufen", sagt Schünemann und nennt weitere Beispiele. "In Deutschland wurde die Idee eines "Veggie Days" in Kantinen bereits als Bevormundung empfunden. Noch schwerer ist sicherlich die Einführung von Steuern auf bestimmte Lebensmittel in der freien Marktwirtschaft der USA, deren Bürger Wert auf Unabhängigkeit legen."

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