IfW in den Medien

„Das ist ein Trauerspiel“

17.01.2019

Dennis Snower befürchtet, ein harter Brexit bringt den Handel zwischen der EU und Großbritannien zum vorübergehend zum Erliegen.

Aus dem Artikel

(...) Noch schwerwiegendere Folgen erwartet der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower: „Ein ‚No Deal‘ bedeutet nicht einfach nur Güterhandel mit Zöllen, sondern dürfte den Handel zwischen der EU und Großbritannien vorübergehend komplett zum Erliegen bringen.“ Vor allem die britische Wirtschaft müsse sich dann auf gewaltige Einschnitte vorbereiten. „Denn es fehlt jegliche personelle und physische Infrastruktur, um einen Handel ohne Abkommen zu kontrollieren“, erläuterte der Wirtschaftswissenschaftler. Dies reiche von der Überprüfung unterschiedlicher Standards bis hin zur administrativen Erhebung von Steuern und Zöllen.

Diese Infrastruktur komplett aufzubauen, würde nach Expertenschätzungen rund fünf Jahre benötigen, bis dahin würde der Handel unter einer zähen Abwicklung leiden“, sagte Snower. Bei Dienstleistungen, bei denen es kein umfassendes Regelwerk wie bei Gütern zwischen Mitgliedern der Welthandelsorganisation WTO gebe, verhalte es sich noch komplizierter, wie die Notfallpläne etwa für den Flugverkehr zeigten. Die Entscheidung des Parlamentes hätte aus Snowers Sicht nur dann etwas Gutes für sich, wenn sie zu einem zweiten Referendum führen würde.

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