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Zu riskant oder unumgänglich? Geoengineering im Kampf gegen den Klimawandel

Aus dem Artikel

(...) Auf diese negativen Emissionen haben sich die Staats- und Regierungschefs 2015 auch im Pariser Klimaabkommen verständigt. Seither wird über entsprechende Maßnahmen diskutiert. Und sie werden noch stärker ins Blickfeld rücken, wie Gernot Klepper erklärt, der das Institut für Umwelt- und Ressourcenökonomie am Institut für Weltwirtschaft in Kiel leitet.

"Wir haben die Situation, dass die Erzielung der Pariser Ziele, die Erwärmung auf unter zwei Grad zu beschränken, dass das höchst wahrscheinlich nur mit sogenannten negativen Emissionen funktionieren wird."

(…) Ein viel diskutierter Plan ist auch, Wüsten aufzuforsten und so CO2 aus der Atmosphäre in den Bäumen zu binden. Anschließend könnte man das Holz verfeuern, das dabei entstehende CO2 auffangen und unterirdisch speichern. All diese Techniken aber sind in großem Maßstab extrem aufwendig und beinhalten Risiken, die kaum zu kalkulieren sind, wie Gernot Klepper erläutert. 

"Das Ergebnis bei der Aufforstung ist, wenn man das in den Skalen machen wollte, die nötig wären, um tatsächlich große Mengen - Gigatonnen - von CO2 aus der Atmosphäre aufzufangen, während die Bäume wachsen, muss man ganze Kontinente bewalden. Das ist erst einmal ökonomisch und wirtschaftlich ein extrem herausforderndes Projekt. Und zum zweiten zeigt sich nun aus den Klimamodellen, in der Modellierung, dass es da wieder Rückkopplungseffekte gibt."

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