IfW in den Medien

Den Finanzkrisen folgt ein Rechtsdruck

25.09.2018

Christoph Trebesch und Manuel Funke erklären, warum nach Finanzkrisen rechte Parteien profitieren.

Aus dem Artikel

(...) Doch der Schein trügt: Eine ganze Reihe von Folgen der Krise spüren wir bis heute – und das nicht nur im Wirtschaftsleben. Eine brisante Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) stellt einen direkten Zusammenhang zwischen Finanzkrisen und dem Erstarken rechter, populistischer Parteien her. Ukip in Grossbritannien, die dänische Folkeparti, der Front National in Frankreich, die AfD in Deutschland, die niederländische Partei für die Freiheit oder Donald Trump in den USA. Ihre Erfolge überraschen nicht, wenn man die historischen Daten der Ökonomen betrachtet.

Christoph Trebesch, Manuel Funke und Moritz Schularick haben drei Jahre lang an einer Auswertung von Wahlergebnissen nach Finanzkrisen gearbeitet. Sie haben die Daten von 827 Wahlen in 20 Industrieländern analysiert, darunter die Schweiz. Der untersuchte Zeitraum reicht von 1870 bis 2014. Die Liste ihrer Studienergebnisse liest sich wie eine Beschreibung der aktuellen politischen Lage in vielen Euro­päischen Ländern: Nach Finanz­krisen schwinden die Regierungsmehrheiten, die Zahl der Parteien in den Parlamenten steigt, und – das wichtigste Ergebnis – rechtspopulistische Parteien gewinnen an Bedeutung. «Im Durchschnitt steigt der Stimmanteil von Rechtsaussenparteien in den fünf Jahren nach einer Finanzkrise um rund 30  Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau», schreiben die Ökonomen.

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