IfW in den Medien

10 Jahre nach dem Lehman-Crash: Kann sich die Katastrophe wiederholen?

15.09.2018

Laut Studie von Christoph Trebesch und Manuel Funke profitieren rechte Parteien nach Finanzkrisen.

Aus dem Artikel

(...) Aber die AfD verkörpert auch die Unsicherheit vieler Bürger nach der Finanzkrise. Auch in den USA gelten die gesellschaftlichen Folgen der Krise als Wegbereiter radikaler politischer Bewegungen wie der Tea Party oder Occupy Wall Street, die zusammen mit den sozialen Medien letztlich auch die Präsidentschaft von Donald Trump begünstigten.

Eine Analyse der Wissenschaftler Christoph Trebesch und Manuel Funke vom Kieler Institut für Weltwirtschaft kommt zu dem Schluss, dass in der Regel rechte Parteien durch die Finanzkrise gestärkt wurden. Die Lega in Italien, die AfD in Deutschland, die norwegische Fortschrittspartei oder die Finns-Partei in Finnland seien „Kinder von Finanzkrisen“, schreiben sie. Sie würden stark disruptiv auf die politischen Systeme wirken. „Zwei-Parteien-Systeme, die Jahrzehnte lang stabil waren, wurden hinweggefegt, lange regierende Parteien mussten plötzlich einstellige Wahlergebnisse verkraften, während populistische Parteien politischen Zulauf bekamen.“

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