IfW in den Medien

Deutschland muss ökonomisch offen bleiben

03.10.2018

Gastbeitrag von Holger Görg in dem er die Pläne der Bundesregierung für eine Veto-Möglichkeit beim Einstieg von Investoren aus Nicht-EU-Ländern in deutsche Unternehmen kritisiert.

Aus dem Artikel

(...) In der öffentlichen Diskussion geht es bei diesem möglichen Veto augenscheinlich vor allem um Investitionen aus China. Chinesischen Investoren wird unterstellt, sie wollten nur neue Technologien im Gastland erlernen und diese dann nach China transferieren. Das mag in Einzelfällen zutreffen.

Doch die im Durchschnitt positiven Effekte aufs Gastland (siehe oben) gelten auch für Investitionen aus China – seien es neue Investitionsmöglichkeiten, die Erschließung neuer Märkte, neue Möglichkeiten der Finanzierung, neue Managementmethoden, neue Technologien oder andere Vorteile. Und nicht zu vergessen: Auch wenn deutsche Unternehmen zum Beispiel in den USA investieren, kommt es zum Transfer von Technologien und Methoden ins Heimatland.

Dies ist ein Zeichen der internationalen Verflechtungen der Wirtschaft, von denen gerade Deutschland in den letzten Jahrzehnten profitiert hat. Wer als Land stolz auf seine Exportstärke ist, sollte nicht – gewollt oder ungewollt – Hürden für den Import ausländischen Kapitals aufstellen, indem er Investoren verschreckt.

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