IfW in den Medien

Ökonomen warnen vor Eurozonen-Budget

12.11.2018

Stefan Kooths kritisiert die Idee eines Eurozonen-Budgets.

Aus dem Artikel

(...) Auch Stefan Kooths vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) kritisiert die französischen Forderungen grundsätzlich: „Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum wir neben den schon bestehenden Kohäsionsfonds der EU noch ein zusätzliches Budget für die Eurozone bräuchten. Man fragt sich, was überhaupt die spezifischen Gemeinschaftsgüter der Währungsunion wären, die daraus finanziert werden könnten.“

Kooths bezweifelt, dass ein einheitlicher Währungsraum die von Le Maire angestrebte Angleichung der Pro-Kopf-Einkommen in allen Regionen überhaupt brauche. Wirklich notwendig sei etwas anderes, nämlich „eine Konvergenz des geldpolitischen Verständnisses. Wir haben keinen wirklichen monetären Konsens in Europa. Das ist das Problem. Solange sich dieses Einvernehmen nicht entwickelt, wird die Europäische Währungsunion ein zerbrechliches Gebilde bleiben. Italien ist derzeit ein besonders krasses Beispiel eines Landes, das die Regeln ganz anders zuschneiden will, als es bisher in der Währungsunion verabredet war.“

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